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Sport
08/01/2012

Hugo Simon hat auch mit 70 noch nicht genug

Auch durch eine weitere Schulterverletzung hat sich Hugo Simon nicht aus der Bahn werfen lassen.

Der dreifache Weltcupsieger wird nach fast fünfmonatiger Zwangspause beim Casino-GP-Turnier in Preding (Steiermark) ab 9. August als 70-Jähriger ein Comeback geben.

Seinen Geburtstag am 3. August (Freitag) feiert der österreichische Springreiter zuvor mit 100 Freunden in seiner Heimat in Deutschland. "Solange es Spaß macht und ich gewinne, mache ich weiter", bekräftigte die Reitlegende einmal mehr.

Der am 3. August 1942 in Krummwasser im heutigen Tschechien geborene Simon begann mit acht Jahren mit dem Reitsport, betrieb zunächst Vielseitigkeit und Dressur, ehe er zum Springreiten wechselte und zu einem der erfolgreichsten Reiter avancierte. Der seit 1972 für Österreich reitende Evergreen aus Weisenheim am Sand holte mit dem Team Olympia-Silber 1992 in Barcelona, war 1979, 1996 und 1997 Weltcupsieger und triumphierte u.a. in Aachen und im Hamburger Derby. Wie viele Große Preise und Autos er gewonnen hat, weiß Simon selbst nicht genau.

Natürlich verfolgt Simon auch die Reitbewerbe der Olympischen Spiele in London genau. Wehmut verspürt er keine. "Ich war ja selbst sechsmal bei Olympia", erklärte er gegenüber der APA. Für seinen wohl größten Erfolg erhielt er aber keine Goldmedaille. 1980 gewann er mit Gladstone bei den Weltreiterspielen in Rotterdam den Einzelbewerb der "Ersatz-Olympiade" - die Springreiter hatten die Spiele in Moskau boykottiert. Im Zeichen der Fünf Ringe gab es mit zwei vierten Plätzen (1972 und 1996) und einem fünften Rang (1976) Enttäuschungen, 1988 endete der Auftritt in Seoul im Wassergraben. Bei Großereignissen klappte es für den ehrgeizigen Sportler insgesamt nicht wie gewünscht. Immerhin war Simon WM-Dritter (1979) sowie EM-Zweiter (1997) und -Dritter (1978).

Simon hatte in seiner jahrzehntelangen Karriere auch stets kongeniale vierbeinige Partner. Ohne Lavendel (WM-3., Olympia-4. und 5.), Flipper (156 Siege), Gladstone (Weltcup 1979, Ersatz-Olympia 1980), Apricot (Olympia-Team-Silber 1992) und E.T. (Olympia-4. 1996, Weltcupsiege 1997, 1998) wären die Erfolge nicht möglich gewesen. E.T. genießt nun die Pension und auch für Ukinda, mit der Simon im März in Dortmund schwer gestürzt war, ist die Karriere zu Ende, sie erwartet ein Fohlen.

Doch "Hugo Nationale" hat ein neues Toppferd im Stall. Auf dem jungen C.T., der ihn in mehrfacher Hinsicht an E.T. erinnert, will Simon künftig um den Parcours jagen. Ein Antreten bei den zwei kommenden Großereignissen in Wien - dem Turnier der Global Champions Tour im September vor dem Rathaus und dem Pferdefest in der Stadthalle - ist durchaus möglich. Publikumsliebling Simon, der sich täglich mit Schwimmen fit hält, weiß, was er seinen Fans schuldig ist. "Ich reite, um zu gewinnen", erklärte der Inhaber einer Immobilienfirma und wünscht sich zu seinem Ehrentag vor allem eines: Gesundheit.

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