Sport
29.03.2012

Herren bei Tischtennis-EM weiter, Damen out

Österreichs Tischtennis-Herren schafften am Donnerstagabend mit einem 3:1-Erfolg über Polen souverän den Aufstieg und stehen erstmals seit Guangzhou 2006 wieder unter den besten acht einer Mannschafts-WM.

Die Damen mussten sich im Achtelfinale der Team-EM den Niederlanden mit 1:3 geschlagen geben müssen und treffen nun am Freitag (16.00 Uhr) im Kampf um die Plätze neun bis zwölf auf Rumänien.

Für die österreichische Führung sorgte Chen Weixing, der im Auftakteinzel Daniel Gorak sicher mit 3:0 (7,7,9) in die Schranken weisen konnte. Punkt zwei besorgte Robert Gardos durch ein weiteres 3:0 (8,5,2) gegen Bartosz Such. Und der 33-jährige Frankreich-Legionär steuerte auch den dritten Punkt bei, gegen Daniel Gorak agierte er neuerlich konzentriert und souverän und blieb ebenfalls ohne Satzverlust (8,12,6). Die einzige österreichische Niederlage musste ausgerechnet Werner Schlager hinnehmen, gegen Robert Floras hatte der Weltmeister von 2003 mit 1:3 das Nachsehen.

Im Viertelfinale am Freitag (16.00 Uhr) baut sich vor der ÖTTV-Equipe mit Titelverteidiger und Gold-Favorit China freilich eine fast unüberwindbare Hürde auf. "Ich bin mit meiner Leistung heute sehr zufrieden", erklärte Gardos nach dem Erfolg. "Gegen China sind die Chancen natürlich praktisch null, aber das Viertelfinale ist für uns ein schöner Erfolg."

Für den einzigen Spielerfolg der Österreicherinnen sorgte Liu Jia mit einem 3:2-Sieg gegen die regierende Einzel-Europameisterin Li Jiao. Für die erstmals für Österreich spielende Elena Waggermayer (0:3 gegen Li Jie) sowie Li Qiangbing (0:3 gegen Linda Creemers), die mit einer leichten Adduktorenzerrung spielte, war nichts zu holen. Im vierten Spiel unterlag Liu Jia schließlich Li Jie mit 1:3.

Das bisherige Resümee von Sportdirektor Hans Friedinger fiel dennoch positiv aus: "In Summe wir haben mit den Damen das Ziel mehr als erreicht. Nach dem 24. und letzten Platz 2010 in Moskau beendeten wir diesmal die Gruppenphase auf Platz drei und liegen damit in der Endabrechnung auf jeden Fall und den besten 12 Nationen. Damit können wir zufrieden sein."