Handgreiflich: Bei der EM im Jänner verpasste Österreich (in Weiß) gegen Spanien die Sensation (27:28).

© APA/EPA/CLAUS FISKER

Handball
10/29/2014

ÖHB-Team bereit für Duell gegen den Weltmeister

In Spanien beginnt für Österreichs verjüngtes Team die EM-Qualifikation.

von Philipp Albrechtsberger

Die EM-Qualifikation startet für Österreichs Handballer nicht gegen den Europameister. Ein Glück. Pech nur, dass die Österreicher heute nach Spanien gereist sind – zum Weltmeister (20.30 Uhr/live ORF Sport +).

"Wir sind nicht Favorit", überschreibt daher auch der Österreichische Handball-Bund (ÖHB) sein aktuelles Fan-Magazin, "aber wir glauben an uns. Und der Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen."

Ein Akt der Schwerstarbeit wird nötig sein, will man im Jänner 2016 an der EM-Endrunde in Polen teilnehmen. Zur Weltmeister-Nation gesellen sich in Qualifikationsgruppe 7 die Deutschen, die zwar angeschlagen, aber dennoch der weltgrößte Handball-Verband sind, sowie mit Finnland einer der unangenehmsten, weil taktisch disziplinierten Außenseiter aus dem schwächsten Lostopf. "Man kann als Österreicher nicht erwarten, bei jeder Endrunde dabei zu sein", weiß Robert Weber, einer von sieben Deutschland-Legionären im Kader. Dennoch wird er im Jänner beim WM-Turnier in Katar sein viertes Großereignis in den jüngsten sechs Jahren bestreiten.

Keine andere österreichische Auswahl in einer Ballsportart kann im Vergleichszeitraum eine ähnliche Bilanz vorweisen. "Das Potenzial war immer schon da", sagt Patrekur Johanneson. Der Isländer trainiert seit Ende 2011 Österreichs Team. Erfüllt Johannesson seinen Vertrag, steigt er zum längstdienenden Teamchef in der Verbandsgeschichte auf. Der 42-Jährige einigte sich mit dem ÖHB auf eine Zusammenarbeit bis zur Heim-EM 2020.

Schrittweise verjüngt er deshalb die Mannschaft. Im Kader für die Duelle mit Spanien und Deutschland scheinen drei Spieler von der erfolgreichen Junioren-EM (Rang 6) auf, der angeschlagene Routinier, Spielgestalter und Kapitän Viktor Szilagyi wird dennoch vermisst werden. "Die Generation um Viktor hat 15 Jahre gebraucht, um sich für ein Turnier zu qualifizieren", erinnert Johannesson, "die jetzige kann das schneller schaffen, glaube ich."

Eine Glaubensfrage? Ein langer Weg? Passend dazu der heutige Spielort: Pontevedra, 70 Kilometer entfernt von Santiago de Compostela, dem Ziel des Jakobswegs.

Der Weg nach Polen

Gruppe 7

1. Spieltag, Mittwoch:
SpanienÖsterreich (20.30 Uhr/live ORF Sport +)
DeutschlandFinnland

2. Spieltag:
FinnlandSpanien (1. November)
ÖsterreichDeutschland (2. November, Sonntag, Albert-Schultz-Halle Wien, 18 Uhr/live ORF Sport+)

Frühjahr 2015: FinnlandÖsterreich (29. 4.), ÖsterreichFinnland (2. 5. in Hard), ÖsterreichSpanien (10./11. 6. in Innsbruck), DeutschlandÖsterreich (13./14. 6.)

Modus: Die Top 2 fahren zur EM.

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