Vitas Ziura und Co. wollen in Norwegen über das WM-Ticket jubeln.

© Agentur Diener/DIENER / Eva Manhart

Handball
06/13/2014

ÖHB-Männer optimistisch nach Norwegen

Das Handball-Nationalteam reist mit einem Zwei-Tore-Vorsprung zum Rückspiel.

Auch wenn das Zwei-Tore-Plus aus dem Play-off-Hinspiel alles andere als ein beruhigender Polster ist, haben Österreichs Handballmänner die WM in Katar im Jänner 2015 weiterhin fest im Blick. In Bergen soll am Sonntag (15.00 Uhr/live ORF Sport +) zum zweiten Mal in Folge ein Endrundenticket gelöst werden. "Wir fahren nach Norwegen, um auch dort zu gewinnen", sagte Teamchef Patrekur Johannesson.

"Ich habe das Gefühl, dass alle wissen, um was es geht", meinte der Isländer angesichts des Höhepunkts am Ende einer langen Saison. Um den "gefährlich" knappen Vorsprung richtig einordnen zu können, hofft der Teamchef auf die mentale Stärke seiner Mannen. "Der Druck liegt bei den Norwegern", meint Abwehrspezialist Markus Wagesreiter.

Druck bei Norwegen

Am Donnerstag hob die Mannschaft nach Beendigung des Trainingslagers in Bad Tatzmannsdorf nach Norwegen ab, zwei Tage später steht der Showdown mit dem EM-14. an. Johannesson ist optimistisch, weiter Geschichte schreiben zu können: Denn für die Mannschaft rund um Kapitän Viktor Szilagyi wäre es die vierte Teilnahme an einem Großereignis in den vergangenen fünf Jahren: nach der EM 2010 im eigenen Land (Platz 9), der WM 2011 in Schweden (18.) und der EM 2014 in Dänemark (11.) könnte man wieder in der erweiterten Weltspitze mitspielen.

In Norwegen, wo in Bergen-Fillingsdalen eine volle Halle mit über 4.000 Zuschauern erwartet wird, war man von der Niederlage im Hinspiel enttäuscht. Für Johannesson nicht überraschend: "Die Norweger haben viel Geld und fünf Trainer im Nationalteam." Angesichts dieser Tatsachen steht für Abwehrspezialist Markus Wagesreiter fest: "Der Druck liegt bei Norwegen."

Verbesserungen notwendig

Teamchef Johannesson, der der Mannschaft am Tag nach dem Hinspiel freigab, hatte gerade am Angriffsspiel einiges zu bemängeln. Dass man am Kreis so seine Probleme hat, war bekannt. Dass aber nicht zuletzt im Rückraum zu viel von Szilagyi und Vitas Ziura abhing, war überdeutlich zu sehen. "Klar, wir brauchen die beiden immer, aber bei den Würfen aus dem Rückraum muss mehr Qualität kommen", stellte der Isländer im Hinblick auf Lucas Mayer, Janko Bozovic und Alexander Hermann klar. Kein Wunder, dass diesmal auch Neo-Deutschland-Legionär Dominik Schmid, der in Wien nicht zum Einsatz kam, wieder eine Rolle spielen könnte: "Er hat in der Vorwoche müde gewirkt, mich aber in den vergangenen Tagen im Training überzeugt."

Klare Marschroute

Angesichts des Verbesserungspotenzials ist die Hoffnung im österreichischen Herren Nationalteam auf das Katar-Ticket groß. "Wir sind auf Augenhöhe und können mit breiter Brust nach Norwegen fahren", konstatierte Johannesson. "Gerade weil wir vieles besser machen können, ist es gut zu wissen, dass man trotzdem gewinnen kann."

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