Sport 23.01.2012

Giants und Patriots in der Super Bowl

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Im Halbfinale setzten sich die New York Giants 20:17 gegen die San Francisco 49ers durch.

Es war eines der dramatischsten Endspiele der NFL-Geschichte. In Super Bowl XLII hatten die New York Giants den hochfavorisierten, bis dahin ungeschlagenen New England Patriots ihre perfekte Saison vermasselt. Vier Jahre später bekommen die Patriots ihre Chance zur Revanche. Das Team um Superstar Tom Brady trifft in einer Neuauflage des Finales von 2008 am 5. Februar in Indianapolis auf die Giants, die im Halbfinale am Sonntag die San Francisco 49ers mit 20:17 nach Verlängerung niederrangen.

Die Patriots erreichten zum fünften Mal in den vergangenen zehn Jahren die Super Bowl. Der Meister von 2002, 2004 und 2005 setzte sich im Finale der American Football Conference (AFC) gegen die Baltimore Ravens mit 23:20 durch. Zur tragischen Figur avancierte Ravens-Kicker Billy Cundiff, der elf Sekunden vor Schluss die Chance auf den Ausgleich vergab. Dem 31-Jährigen versagten bei einem einfachen Field-Goal-Versuch aus 32 Yards die Nerven.

"Das ist ein Kick, den ich 1.000 Mal in meiner Karriere verwertet habe", gestand Cundiff. "Auf diesem Level wird man nicht dafür bezahlt, Field Goals zu verschießen." Baltimore verpasste damit die erste Super-Bowl-Teilnahme seit 2001. Dabei hatten die Ravens die überragende New-England-Offense um Quarterback Brady über weite Strecken des Spiels im Griff gehabt. "Ich war heute ziemlich schlecht", gestand Brady. "Unserer Defense hat uns gerettet." Und Billy Cundiff.

Overtime

Das Finale der National Football Conference (NFC) entschied ebenfalls ein Kicker - allerdings für die Giants. Lawrence Tynes traf in der achten Minute der Overtime aus 31 Yards. Schon vor vier Jahren hatte Tynes die New Yorker in der Verlängerung gegen die Green Bay Packers in die Super Bowl gekickt. Das Field Goal ermöglicht hatte ein Ballverlust von San Franciscos Kyle Williams, der zweite des Ersatzmannes bei einem Punt Return.

"Ich habe von diesem Field Goal geträumt. Da waren es aber 42 Yards, nicht 31", erklärte Tynes. Das Spiel bei Wind und Regen in San Francisco war die erwartete Defensivschlacht. Giants-Quarterback Eli Manning warf zwei Touchdown-Pässe, befand sich aber häufig auf der Flucht vor der 49ers-Defense. "Es war hart, aber wir haben einige Big Plays gemacht", erklärte MVP der Super Bowl von 2008. In der Neuauflage in zwei Wochen erhält er eine weitere Chance, Geschichte zu schreiben.


Erstellt am 23.01.2012