Zwei Rieder auf Heimatbesuch

Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball während eines Spiels.
Peter Vogl und Oliver Glasner haben Ried geprägt. Am Sonntag kommen sie mit Salzburg zurück.

Den Start in ihr neues berufliches Tätigkeitsfeld werden sich Peter Vogl und Oliver Glasner wohl anders vorgestellt haben. Seit Anfang des Jahren sind der Rieder Ehrenpräsident und der Rieder Ehrenkapitän als Geschäftsführer (Vogl) sowie als dessen Assistent (Glasner) in Salzburg im Amt.

Viel zu feiern gab es für die beiden noch nicht. Ganz im Gegenteil. Mit den beiden Blamagen in der Europa League gegen Metalist Charkiw begann die Rieder Ära in Salzburg gleich mit einen Tiefpunkt. Noch nie waren die Salzburger seit dem Einstieg von Red Bull in einem K.o.-Duell im Europacup so chancenlos gewesen wie in den beiden Vergleichen mit der Nummer drei der Ukraine.

Während Vogl schon seit Ende 2005 in Ried nur mehr eine Ehrenfunktion inne ist, hat Glasner noch in dieser Saison für die Innviertler in der Bundesliga gespielt. Nach einem Zusammenstoß mit Rapid-Spieler Mario Sonnleitner musste der 37-Jährige seine aktive Laufbahn wegen einer Blutung zwischen Gehirn und harter Hirnhaut beenden.

Neuland

"Es ist für mich eine ungewöhnliche Situation", meint Glasner vor seiner ersten Rückkehr in die Keine-Sorgen-Arena mit seinem neuen Klub (16 Uhr, live ORF1, Sky Austria). Denn: "Ich verbrachte ja in Ried einen Großteil meiner beruflichen Laufbahn, hatte sehr schöne Zeiten und auch Erfolge."

Für wen er am Sonntag die Daumen drücken wird, daraus macht Glasner keinen Hehl: "Jetzt stehe ich in einem neuen Lebensabschnitt - gleichsam in einer neuen Karriere nach der Karriere, und bin natürlich voll motiviert für Red Bull Salzburg - und daher hoffe ich auf drei Punkte am Sonntag."

Ein Sieg wird auch dringend notwendig sein, um Ruhe in und rund um den Klub zu bringen. Die beiden Pleiten gegen Charkiw haben die Grenzen einer Mannschaft aufgezeigt, die im Sommer wieder kräftig umgebaut werden wird.

Ob dann noch Ricardo Moniz Trainer sein wird, weiß nur einer. Selbst gehen wird der Niederländer (Vertrag bis 2013) sicher nicht. Ob er gegangen werden wird, kann nur Dietrich Mateschitz entscheiden. Denn diese Personalentscheidung fällt nicht in den Aufgabenbereich der neuen Geschäftsführung.

Eine Entscheidung hat der umstrittene Trainer getroffen. Gonzalo Zarate gehört nicht mehr zu seinem Kader, weil er nach seiner Auswechslung am Donnerstag den Handschlag mit Moniz verweigert hat. "Ich hatte viel Geduld mit ihm. Aber das geht zu weit."

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