Bestens bewacht: Franck Ribéry (Mitte) im Dreikampf mit den Ukrainern Haheridi (li.) und Fedetski.

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WM-Play-off
11/16/2013

Katzenjammer bei den Bleus

Frankreichs Hoffnung heißt nach dem 0:2 in der Ukraine Rückspiel.

Durchhalteparolen haben Hochkonjunktur im französischen Fußball-Nationalteam. Am Tag nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel des WM-Play-offs in der Ukraine dominierte der Katzenjammer, droht die Grande Nation doch erstmals seit 1994 eine WM-Endrunde zu verpassen. „Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängen lassen“, sagte Verteidiger Mathieu Valbuena, nachdem seine Mannschaft an der „Gelben Wand“ des ukrainischen Teams abgeprallt war. Diese neue Bezeichnung hat sich übrigens Frankreichs Teamtormann Hugo Lloris einfallen lassen, und er wies mit Nachdruck darauf hin, „dass wir in der Lage sind, die Situation noch umzudrehen“.

„Das Ganze noch nicht erledigt“, assistierte Blaise Matuidi. Nun soll das Rückspiel am Dienstag das Tor nach Brasilien wieder öffnen, dazu wird es allerdings eines deutlichen Mehr an Ideen bedürfen. Zu viel hing am Freitag an Franck Ribéry, nicht zuletzt auch zu viel Gelb – die Ukrainer hatten zwei Mann eigens dazu abgestellt, den kleinen Wirbelwind aus dem Spiel zu nehmen, was ihnen relativ gut gelungen ist und Europas Fußballer des Jahres sprachlos machte. „Alarmstufe Rot“, titelte denn auch L’Equipe, für den Figaro ist alles nur noch „zum Weinen“.

Die ukrainischen Fans hingegen feierten ihre Helden frenetisch, Präsident Viktor Janukowitsch beehrte die Seinen in der Kabine und sprach mit einem Fanschal um den Hals: „Ihr habt die Hoffnungen von Millionen Fans erfüllt.“

Duell der Superstars

Das hat auch Cristiano Ronaldo mit seinen Portugiesen geschafft. Mit 1:0 gewannen die Südeuropäer gegen Schweden, das Tor schoss selbstredend der Herr Superstar persönlich. Und er machte damit auch klar, wer nun der superste Superstar Europas ist. Zlatan Ibrahimovic jedenfalls nicht, sondern eher jemand, der von der Insel Madeira stammt und der für Real Madrid und eben Portugal die Fußballschuhe schnürt.

„Das ist Goldes wert“, titelte denn auch die Sportzeitung O Jogo nicht ganz unzutreffend nach dem Kopfballtor Ronaldos, seinem 44. im Teamdress; freilich haben die Portugiesen noch das Rückspiel in Solna zu absolvieren. Und da will dann Zlatan Ibrahimovic den Fehdehandschuh wieder aufnehmen: „Wir spielen zu Hause, wir haben definitiv eine Chance, alles kann passieren.“

Nichts passiert ist hingegen in Reykjavik, zumindest in Toren gemessen – die Isländer hielten trotz 40 Minuten in Unterzahl ein 0:0 gegen Kroatien. „Eine Schande, dass wir uns nicht gegen eine solche Mittelmäßigkeit wie Island qualifiziert haben. Nach einem solchen Spiel haben wir die WM vielleicht auch nicht verdient“, resümierte Jutarnji List.

Eitel Wonne hingegen herrschte in Griechenland nach dem 3:1 über Rumänien: Der Aufstieg ist wohl nur noch Formsache.

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