Sport | Fußball
05.12.2011

WM-Auslosung: Wunschloser Teamchef

"Ich habe keine Erwartungen", meint Constantini vor der Abreise zur Gruppenauslosung für die WM-Qualifikation.

Der Blick in die Zukunft ist des Teamchefs Sache nicht. Zumindest nicht, wenn es um die Auslosung der Gruppen für die WM-Qualifikation geht: "Ich habe keine Erwartungen. Denn alles, was im Vorfeld diskutiert wird, ist überflüssig. Das sind nur Spekulationen. Erst wenn man die Gegner kennt, kann man darüber reden und selbst dann weiß man nicht, wie es am Ende in der Tabelle aussehen wird", meinte Teamchef Dietmar Constantini vor dem Abflug nach Rio, wo die Auslosung am Samstag (ab 20.00 Uhr Uhr MESZ/live FIFA.com und ZDFinfo) über die Bühne gehen wird.

Man könne von einem vermeintlich leichten Gegner geschlagen werden und genauso gut gegen einen Top-Gegner auf die Siegerstraße geraten. Tatsache ist, dass Österreich im Vergleich zur WM 2010 eine leicht bessere Ausgangsposition hat. War das Nationalteam vor der WM in Südafrika als Nummer 91 der Weltrangliste (in Europa 45.) aus dem fünften Topf gezogen worden, so landete Österreich (FIFA-Ranking 66./Europa35.) diesmal im vierten Topf.

Modus

In dieser vierten Kategorie sind auch Bulgarien, Rumänien, Georgien, Litauen, Albanien, Schottland, Nordirland und Polen. Die acht Länder kommen damit für Österreich nicht als Gegner infrage. Der Modus der Auslosung sieht vor, dass zuerst die Teams aus Topf sechs gezogen werden. Danach folgen die Töpfe fünf, vier, etc. bis es zu den Top-Ländern (Titelverteidiger Spanien, Vize Niederlande, WM-Dritter Deutschland, England, Portugal, Italien, Kroatien, Norwegen und Griechenland) geht.

Nicht zusammen gelost werden in der Europa-Zone wegen der politischen brisanten Lage zwischen den Ländern Armenien und Aserbaidschan sowie Russland und Georgien. Die neun europäischen Gruppensieger sind für die WM in drei Jahren (12. Juni bis 13. Juli) qualifiziert. Die acht besten Pool-Zweiten rittern in Hin- und Rückspielen um die vier weiteren WM-Startplätze. An der europäischen Ausscheidung nehmen alle 53 Mitgliedsländer teil.