SAFA (South African football association) president Kirsten Nematandani (L) congratulates Gordon Igesund, the new head coach of the South African national soccer team after the announcement in Johannesburg, June 30, 2012. REUTERS/Siphiwe Sibeko (SOUTH AFRICA - Tags: SPORT SOCCER)

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Wettmanipulation
12/17/2012

Südafrikas Fußball-Boss muss gehen

Nach Ermittlungen der FIFA wurden der SAFA-Präsident und vier Offizielle suspendiert.

Nur einen Monat vor Ausrichtung des Afrika-Cups steckt der südafrikanische Fußball wegen eines Manipulationsskandals in der Führungskrise. Der Präsident des nationalen Verbands (SAFA), Kirsten Nematandani, und vier weitere hochrangige Offizielle wurden auf unbestimmte Zeit suspendiert, teilte die SAFA am Montag mit.

Der Schritt erfolgte, nachdem die FIFA am Freitag ihren Untersuchungsbericht zu den Vorgängen rund um die Testspiele zwischen der Bafana Bafana und Thailand (4:0), Bulgarien (1:1), Kolumbien (2:1) und Guatemala (5:0) vorgelegt hatte. Der Weltverband sah es demnach als erwiesen an, dass die Ergebnisse der Partien, die alle im Mai 2010 vor der Heim-WM stattfanden, zugunsten der asiatischen Wettmafia beeinflusst worden waren.

Rolle bleibt offen

Dreh- und Angelpunkt des Wettskandals ist ein inzwischen verurteilter Wettbetrüger aus Singapur. Dieser war im Vorfeld der Fußball-WM an den südafrikanischen Verband mit dem Angebot herangetreten, im Rahmen von Vorbereitungsspielen der WM-Gastgeber auch Schiedsrichterschulungen vorzunehmen. Praktischerweise leiteten die von ihm vermittelten Unparteiischen aus Kenia, Togo und Niger dann auch die infrage stehenden Partien und verhängten etliche fragwürdige Elfmeter zugunsten Südafrikas.

Welche Rolle genau SAFA-Präsident Nematandani und die vier ebenfalls Suspendierten in dem Wettskandal spielten, ließen sowohl FIFA als auch SAFA offen. Eine unabhängige Ermittlung soll die Hintergründe klären. Vorübergehend hat Verbandsvize Chief Mwelo Nonkonyana die Amtsgeschäfte übernommen. Der Afrika Cup 2013 findet vom 19. Jänner bis 10. Februar in Südafrika statt.