Sport | Fußball 05.12.2011

Wenger denkt nach 2:8 nicht an Rücktritt

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"Man sollte mir mehr Zeit geben", fordert der Franzose, der Arsenal seit 15 Jahren trainiert, nach der höchsten Pleite seit 1896.

Trotz der 2:8-Packung am Sonntag gegen Manchester United denkt Arsenal-Trainer Arsene Wenger nicht an Rücktritt.

"Die Niederlage ist schmerzhaft und erniedrigend. Aber die Saison ist noch jung. Man sollte mir mehr Zeit geben, um zu sehen, ob ich wirklich völlig falsch liege", erklärte Wenger nach Arsenals schlimmster Niederlage seit 1896. Damals war Arsenal gegen Loughborough Town 0:8 unter die Räder gekommen.

Wenger weiß, dass nach derartigen Pleiten eine Trainerentlassung oder zumindest Neuverpflichtungen am naheliegendsten wären.

"Wir arbeiten sehr hart, um Spieler zu finden. Aber wenn es um die Gehälter geht, dann können wir nicht mithalten", meinte der seit 1996 für Arsenal verantwortliche Franzose, der angesichts des Fehlens von gleich acht verletzten oder gesperrten Kickern auf "spezielle Umstände" im Old-Strafford-Stadion verwies.

Arsenal-Kapitän Robin van Persie gestand, dass die Londoner einfach chancenlos waren und suchte keine Ausreden. "Die Verletzungen, Abgänge und Sperren sind keine Entschuldigung. Wir haben unser Bestes gegeben und das war deutlich zu wenig", stellte der Niederländer fest. Wie Wenger fordert auch Van Persie eine deutliche Antwort im nächsten Ligamatch am 10. September daheim gegen Swansea.

Mitleid

Wie tief Arsenal gesunken ist, zeigt die Reaktion von Manchester-Coach Alex Ferguson. Er reagierte nicht mit Spott oder Häme - sondern mit Mitleid: "Gegen so einen ersatzgeschwächten Gegner will ich gar nicht noch mehr Tore schießen. Andererseits muss man solche Spiele auch erst einmal gewinnen", sagte der Schotte. Sein Starstürmer Wayne Rooney markierte mit einem Elfer und zwei Freistößen den sechsten Triplepack seiner United-Laufbahn.

Arsenal ist für Rooney ein absoluter Lieblingsgegner. Für Everton und ManUnited hatte Rooney jeweils sein erstes Premier-League-Tor gegen Arsenal erzielt, nun feierte er am Sonntag seine Treffer 150 bis 152 im Manchester-Trikot. "Unsere Leistung war unglaublich und brillant. Acht Tore gegen Arsenal wird kein Team mehr erzielen", jubelte Rooney.

Auf Club-Legende Bobby Charlton (249 Treffer) fehlen dem 25-Jährigen noch fast hundert Treffer, aber das schreckt Rooney nicht ab. "Das ist mein nächstes Ziel."

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Erstellt am 05.12.2011