Wacker-Fan verletzt Polizisten schwer

Der Beamte soll beim Bundesliga-Spiel in Salzburg mit einem Feuerwerks-Körper beworfen worden sein.

Ein Polizist ist am Samstagnachmittag während des Bundesligaspiels Red Bull Salzburg gegen Wacker Innsbruck im Salzburger Stadion in Wals-Siezenheim schwer verletzt worden. Laut Sicherheitsdirektion kam es zu einem "massiven Pyrotechnikmissbrauch" gegen postierte Polizisten.

Ein Wacker-Fan soll einen  Beamten gezielt mit einem Feuerwerkskörper beworfen haben, der vermutlich mit einem Signalstift abgeschossen wurde. "Der Polizist erlitt im Schulterbereich Verbrennungen zweiten Grades", sagte Polizeisprecher Anton Schentz.

   Die tumultartigen Szenen haben sich in der zweiten Halbzeit abgespielt. 98 Fans, die in zwei Bussen aus Tirol angereist waren, kamen zu spät ins Stadion, da sie sich bei einer Identität- und Pyrotechnikkontrolle auf einem Autobahn-Parkplatz der A10 in Glanegg bei Salzburg "nicht sehr kooperativ verhielten", so die Polizei. Bei der Kontrolle wurden 214 Böller, 23 Bengalen und acht Rauchkörper beschlagnahmt.

Vier Verletzte

Ein Teil der Gruppe habe dann versucht, gewaltsam ins Stadion vorzudringen. Unterstützt wurden sie von Fans, die bereits vor dem Stadion gewartet hatten. Beim Versuch, Absperrgitter wegzureißen, erlitten vier Personen Schnittverletzungen.

In weiterer Folge sollen Polizisten vor und im Stadion mit pyrotechnischen Gegenständen beworfen worden sein. Die Bilder aus den Überwachungskameras müssen erst ausgewertet werden, deshalb wurde vorerst Anzeige gegen unbekannte Täter erstattet. "Es sieht so aus, dass gezielt Signalkörper gegen Polizisten eingesetzt worden sind", sagte Schentz.

   Die Toilettenanlagen im Gäste-Fansektor wurden zudem "total demoliert", informierte die Sicherheitsdirektion. Es habe etliche Anzeigen gegeben. Knapp 200 Polizisten standen im Einsatz.

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(apa / wol) Erstellt am
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