Sport | Fußball
05.12.2011

WAC zieht mit Altach gleich

Nur die Tordifferenz trennt die beiden Vereine an der Spitze der Erste Liga. Vienna unterliegt im Kellerderby.

Der WAC/St. Andrä hat die "Winterkrone" in der Erste Liga verpasst, hat zum Abschluss der 21. Runde am Dienstagabend aber immerhin nach Punkten mit Tabellenführer SCR Altach gleichgezogen. Die Kärntner setzten sich auswärts gegen den FC Lustenau dank Toren von Dario Baldauf (16.) und Mihret Topcagic (57.) verdient mit 2:0 (1:0) durch und feierten damit den zweiten Sieg in Folge. Die von Damir Canadi betreuten Lustenauer hielten ihren achten Tabellenplatz, liegen allerdings nur mehr aufgrund des besseren Torverhältnisses vor der Vienna und Hartberg (jeweils 19 Punkte).

In Lustenau entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie, in der die Kärntner schon mit ihrer ersten Chance und etwas glücklich in Führung gingen. Nach einem Kreuz-Corner brachte die Lustenau-Abwehr den Ball nicht weg und der aufgerückte Baldauf traf via Innenstange zum 1:0 (16.).

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nur wenig am Spielgeschehen. Der FC war bemüht und auch feldüberlegen, mit dem Latein am Sechzehner aber am Ende. Die Kärntner agierten mit der Führung im Rücken ziemlich souverän und sorgten nach etwas weniger als einer Stunde auch für die Vorentscheidung. Nach einer Kreuz-Idealflanke hatte der am langen Eck völlig alleingelassene Topcagic aus kurzer Distanz keine Mühe einzuköpfeln (57.).

Winterkrone für Altach

SCR Altach musste sich im Vorarlberg-Derby am Dienstag gegen die spielerisch bessere Austria Lustenau mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Netzer brachte die Heimnischen etwas glücklich in Führung (45.+1), Karatay gelang der verdiente Ausgleich (51.).

Die Austria spielte auswärts überraschend stark auf, hatte mehr Spielanteile und in der ersten Hälfte auch die besseren Chancen. Boller (20.) und Krajic (28./Kobras rettete) scheiterten aber, während Altach aus der zweiten Chance unmittelbar vor der Pause etwas überraschend in Führung ging. Netzer traf nach Tomi-Zuspiel aus vollem Lauf aus gut 20 Metern unhaltbar zu seinem vierten Saisontreffer.

Bald nach Wiederbeginn wurden die Gäste aber belohnt. Kobras, der beste Spieler seines Teams, ließ einen scharfen Boller-Schuss abprallen und Krajic hatte keine Mühe, zu seinem siebenten Saisontor einzudrücken (51.). Soares hatte nach schönem Solo eine weitere gute Chance (72.), doch Kobras hielt. Nach der gelb-roten Karte für Boller (85.) drückte Altach, der Siegestreffer gelang aber nicht mehr.

Vienna verliert Keller-Derby

Schlusslicht TSV Hartberg hat zur den Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg aufgeschlossen. In der 21. und damit letzten Runde des Jahres siegten die Steirer im Nachzügler-Duell mit der Vienna auf der Wiener Hohen Warte 2:1 (1:0). Lukas Mössner schoss den entscheidenden Treffer vor 1.600 Zuschauern erst in der 90. Minute. Hartberg überwintert nach dem ersten vollen Erfolg seit Ende September ebenso wie die neuntplatzierte Vienna und der Achte FC Lustenau bei 19 Punkten. Die Vienna kassierte bereits die fünfte Niederlage in Serie.

Die Partie startete für die ohne Beciri (gesperrt), Dospel, Djokic und Hattenberger (alle verletzt) angetretenen Wiener denkbar schlecht. Keine acht Minuten waren gespielt, als Stefan Rakowitz eine Hereingabe von Andreas Dober ins Gehäuse der Wiener köpfelte. Österreichs ältester Fußballclub war in einer mäßigen Partie von beiden Seiten geschockt, kam nach einer halben Stunde aber besser ins Spiel. Ein Mattes-Freistoß (32.) ging knapp am Tor vorbei, Kerschbaumer (40.) ließ bei der ersten wirklich gelungenen Kombination Präzision im Abschluss vermissen.

Unmittelbar nach Seitenwechsel kämpfte sich die Elf von Trainer Alfred Tatar in die Partie zurück. Nach einem Eckball landete der Ball vor den Füßen von Mair, der aus kurzer Distanz erfolgreich war (52.). Der Vienna fehlte danach die Ruhe im Abschluss, um noch nachzulegen. Hartberg machte es unter Mithilfe des Gegners besser: Einen Abstoß von Torhüter Rindler brachte die Vienna-Defensive nicht unter Kontrolle und Mössner schob den Ball überlegt ins Tor.

Grödig besiegt St. Pölten

Der SV Grödig ist gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn SKN St. Pölten zu einem souveränen 2:0-Erfolg gekommen. Im Duell zwischen dem Siebenten und dem Sechsten waren die Gastgeber über die gesamte Spielzeit die aktivere Mannschaft und siegten durch Tore von Lukas Schubert (16.) und Thomas Salamon (52.) verdient. Während die Pfeifenberger-Elf ihre bescheidene Heimbilanz auf vier Siege aufbessern konnte, tut sich St. Pölten in der Fremde weiter schwer: Die Niederösterreicher warten seit über zwei Monaten auf einen vollen Erfolg.

Nach einer viertelstündigen Abtastphase setzte Grödig durch Joachim Parapatits, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an der Latte scheiterte, ein erstes Ausrufezeichen (15.). Eine Minute später fand der Ball den Weg ins St. Pöltner Tor. Schubert war nach Parapatits-Fersler mit einem leicht abgefälschten Schuss erfolgreich. Die Hausherren hatten im Verlauf der ersten Spielhälfte weiter alles unter Kontrolle, St. Pölten kam gegen die gut stehende Grödiger Hintermannschaft zu keiner einzigen nennenswerten Chance.

In der zweiten Hälfte erzielten die Salzburger mit der ersten nennenswerten Aktion durch Salamon das 2:0. Erneut leistete Parapatits, der den Ball über die Abwehr lupfte, die Vorarbeit. Wenig später bewahrte SKN-Torhüter Riegler mit einer Glanzparade nach Parapatits-Kopfball seine Mannschaft vor dem nächsten Gegentreffer. Die Gäste agierten in der Folge zwar wesentlich offensiver, zu echten Chancen kamen sie aber weiter nicht. Grödig vergab im Konter Möglichkeiten auf einen höheren Sieg.

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