Sport | Fußball
24.03.2012

Viennas Warten aufs Offensiv-Feuerwerk

In der Abwehr präsentieren sich die Wiener dagegen solide. Der Dreikampf gegen den Abstieg hält an.

"Das wird noch eine lange Reise bis zum achten Platz", konstatierte Alfred Tatar nach dem torlosen Remis gegen St. Pölten am Freitag. Nicht verärgert oder gar enttäuscht klangen die Worte des Vienna-Trainers, sondern realistisch.

Einen Punkt hatten die Döblinger gerettet. Und das vor allem, weil wieder einmal die Defensive rund um Schlussmann Thomas Dau eine solide Leistung gezeigt hatte. Aber: "Nach vorne ist momentan nicht viel drinnen. Wir hoffen, dass der Knopf bald aufgeht", sagt Tatar, der auch im vierten Frühjahrsspiel wenige gefährliche Angriffe seiner Mannschaft sah, weil ...

... der beste Torschütze, Marjan Markovic, der sich wegen seines Muskelfaserrisses zu einem Wunderheiler in seiner serbischen Heimat begeben haben soll, den Wienern noch immer fehlte;

... die Döblinger im Angriff mitunter zu zögerlich handelten. Auch die Sturmspitze Rade Djokic ließ vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen;

... zu viele unpräzise Pässe und hohe Bälle gute Spielansätze zunichte machten;

... auch Neuzugang Nacho Verdés, der im Winter aus der dritten spanischen Liga nach Döbling wechselte, noch nicht so stark in Erscheinung getreten ist, wie es Alfred Tatar nach den Trainingsleistungen von ihm erhofft hatte: " Da habe ich einiges gesehen, was mir gefallen hat."

Inzwischen wartet die Vienna bereits seit neun Runden (21. Oktober 2011) auf einen vollen Punkt­gewinn.

Dreikampf

Aber auch die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf konnten ihre Positionen am 25. Spieltag nicht verbessern. Hartberg kassierte zu Hause gegen den neuen Tabellenführer WAC/St. Andrä eine 0:3-Niederlage und bleibt (einen Punkt hinter der Vienna) das Schlusslicht der Liga. Der FC Lustenau (Rang 8) holte in Altach einen Punkt (1:1). Somit bleibt alles offen im Dreikampf gegen den Abstieg.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Ergebnisse

  • Spielbericht