Sport | Fußball 14.04.2012

Verlässt Ivanschitz im Sommer Mainz?

Der Österreicher gastiert mit Mainz bei den Bayern. Im Sommer sucht er sich vielleicht eine neue Herausforderung.

Kommen die Bayern, kommen die guten Erinnerungen. Gegen den Kultklub aus München hat Andreas Ivanschitz mit Mainz schon einige Male auftrumpfen können. Am Samstag ist er abermals zu Gast in der Allianz Arena. "Ich weiß nicht, wie ernst sie das Spiel nehmen." Immerhin denken die Bayern an das Champions-League-Duell mit Real Madrid am Dienstag.

Ivanschitz weiß zudem nicht, ob er bei seinem Trainer einen Platz in der Startelf hat. Thomas Tuchel ist ein Freund der ausgeprägten Personal-Rotation, weshalb Ivanschitz nach zwei guten Spielen von Beginn an zuletzt wieder nur auf der Bank sitzen musste. "Bei drei Spielen in sieben Tagen ist das normal. Es geht ja nicht nur mir so. Der Kader ist groß und ausgeglichen."

Mainz hat sich dem Abstiegskampf entzogen, kann ab sofort erleichtert aufspielen. "Wir sind alle froh, dass der Klassenerhalt so gut wie fix ist." Über seine persönliche Situation kann Ivanschitz weniger frohlocken, immerhin pendelt er seit seiner langen Verletzungspause zwischen Bank und Stammplatz. "Ich muss es akzeptieren, auch wenn es manchmal schwierig ist."

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Managerlos

Sein Vertrag bei den Mainzern läuft noch bis zum Sommer 2013. Ob er tatsächlich so lange bei den Rhein-Hessen bleibt, steht in den Sternen. "Ich absolviere noch die vier Spiele, dann schauen wir weiter. Derzeit ist es für Überlegungen zu früh." Aber kommt ein interessantes Angebot, dann wird Ivanschitz aufmerksam zuhören. Ein Gespräch mit Trainer Tuchel über seine künftigen Aussichten plant der Burgenländer nicht. "Das Verhältnis zwischen dem Trainer und mir ist ohnehin sehr gut."

Auf die Suche begibt sich der Teamspieler nach Ende dieser Saison dennoch – nach einem neuen Manager, da sich sein bisheriger Berater Georg Stangassinger aus dem Geschäft weitgehend zurück gezogen hat. "Natürlich brauche ich jemanden mit Kontakten. Ein Fußballer muss sich in erster Linie aufs Spielen konzentrieren."

( Kurier ) Erstellt am 14.04.2012