Sport | Fußball
23.11.2017

Vergewaltigung: Robinho zu neun Jahren Haft verurteilt

Der ehemalige Superstar soll in seiner Zeit in Mailand gemeinsam mit fünf weiteren Personen eine albanische Frau vergewaltigt haben.

Der Brasilianer Robinho, der einst als weltgrößtes Fußballtalent gegolten hatte, wurde Medienberichten zufolge in Italien zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, wurde der heute 33-Jährige für schuldig befunden, 2013 mit fünf weiteren Personen an der Vergewaltigung einer albanischen Frau in einem Mailänder Nachtklub beteiligt gewesen zu sein. Die Frau, die damals 22 Jahre alt gewesen war, hat im Prozess als Zeugin ausgesagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein Freund des 99-maligen Teamspielers wurde ebenfalls zu neun Jahren Haft verurteilt. Die anderen vier Angeklagten seien nicht auffindbar, berichtete das Gericht. Die zwei Verurteilten werden die Frau zudem jeweils mit 60.000 Euro entschädigen müssen.

Robinho, der die Vorwürfe bestritt, kann Berufung einlegen. Ein Auslieferungsverfahren würde erst nach einem Urteil der letzten Instanz eingeleitet werden. Robinho, der mit Real Madrid und Milan mehrmals Meister geworden war, spielt derzeit in seiner Heimat für Atletico Mineiro in der höchsten Liga.

Wiederholungstäter

Bereits im Jahr 2009 gab es ähnliche Anschuldigungen gegen den Flügelstürmer. Die Vorwürfe von sexueller Nötigung blieben aber für den damals für den englischen Premier-League-Klub Manchester City kickenden Robino ohne strafrechtliche Folgen. Wie die Polizei der Grafschaft West Yorkshire bestätigte, wurde gegen den Angreifer keine Anklage erhoben. Nach einer Party mit Teamkollegen am 14. Jänner war er kurzzeitig festgenommen und verhört worden.

Eine 18-Jährige hatte erklärt, Robinho habe sie belästigt. "Er hat durchweg seine Unschuld beteuert, und ich bin froh, dass die Ermittlungen eingestellt worden sind", sagte Robinhos Berater, Chris Nathaniel, der britischen Rundfunkanstalt BBC.