Zwischen Licht und Schatten: Rooney am Scheideweg.

© APA/AFP/GLYN KIRK

Fußball
10/11/2016

Das Seuchenjahr des Wayne Rooney

Es geht einfach nicht aufwärts beim gebeutelten Ex-Teamkapitän der Three Lions.

von Mathias Kainz

Er war der aufstrebende Star der Nationalmannschaft, er war Englands größte spielerische Hoffnung seit David Beckham, er war Manchester Uniteds Torgarant. Die Betonung liegt auf "war", denn in den letzten Wochen ist Wayne Rooney vor allem eines: In der Krise.

Dass Rooney von Nationaltrainer Gareth Southgate für das Gastspiel bei Slowenien auf die Bank verbannt wurde, ist nur der jüngste Höhepunkt in einer schwierigen Saison. Bei Southgates' Debüt gegen Malta konnte Rooney nicht wirklich überzeugen, auch wenn der Interimscoach bei der Pressekonferenz vor dem Slowenien-Match das Gegenteil behauptete.

"Ich verstehe und respektiere die Entscheidung des Trainers", sagte Rooney. Er wolle um seinen Platz im Team kämpfen. "Ich glaube, ich habe noch viel zu bieten. Und ich habe klargemacht, dass ich auf jeden Fall bis zur WM in Russland spielen will". Unabhängig davon ist es nach 13 Jahren im Teamdress ein schwerer Schlag für den 30-Jährigen, nicht mehr zur Startelf zu gehören.

Torflaute

Die Krise fing aber schon bedeutend früher an - mit einer handfesten Torflaute. Seinen bis dato letzten Treffer erzielte Rooney Mitte August im Premier-League-Auftaktmatch gegen Bournemouth, seither gab es in der Liga zwei Assists (den letzten Ende August) sowie den Assist zum 1:0-Siegtreffer von Manchester United gegen Zorya Luhansk in der Europa League Ende September.

Bezeichnend: Beim Spitzenspiel der Europa-League-Gruppenphase gegen Feyenoord Rotterdam stand Rooney nicht einmal im Kader von Jose Mourinho. In den jüngsten beiden Premier-League-Partien kam Rooney nur zu Kurzeinsätzen. Dass er nun auch in der Nationalmannschaft abgesägt wurde, wird sein Standing unter Mourinho kaum verbessern.

Bei Manchester United hat Rooney, der am 24. Oktober seinen 31. Geburtstag feiern wird, mittlerweile wenig Hoffnung auf eine langfristige Zukunft. Kein Wunder also, dass er in England als einer der Top-Kandidaten auf einen Wechsel im Wintertransferfenster gehandelt wird. Interessenten dürfte es für den einstigen englischen Wunderknaben trotz der aktuellen Formkrise in ausreichender Anzahl geben - neben seinem Ex-Klub FC Everton lockte in der Vergangenheit auch die chinesische Super League.

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