Andreas Ulmer war schon dabei, als Salzburg 2009 bei Dinamo Zagreb mit 2:1 gewinnen konnte.

© Reuters/DOMINIC EBENBICHLER

Ulmer: "Wir werden eine Topleistung brauchen"
11/06/2014

Ulmer: "Wir werden eine Topleistung brauchen"

Der Salzburg-Verteidiger spricht vor dem Spiel gegen Zagreb über den Gegner und seine Zukunft.

von Stephan Blumenschein

AUS Zagreb STEPHAN BLUMENSCHEINMit sieben Punkten aus drei Spielen ist Salzburg in die Europa-League-Gruppenphase gestartet. Im heutigen Spiel in Zagreb (19 Uhr, live ORF eins, Sky Sport) reicht schon ein Sieg, um vorzeitig den Aufstieg in die erste K.-o.-Runde zu fixieren. Die Salzburger haben schon Erfahrung, wie man bei Dinamo Zagreb gewinnt: Im Sommer 2009 gelang in der Champions-League-Qualifikation ein 2:1-Erfolg. Vom aktuellen Kader war damals neben Christoph Leitgeb und Franz Schiemer auch schon Andreas Ulmer dabei. Der KURIER bat den Linksverteidiger vor der Neuauflage der Partie zu einem Gespräch. KURIER: Wie sind Ihre Erinnerungen an das Spiel vor fünf Jahren in Zagreb? Andreas Ulmer:Es war sehr knapp. Simon Cziommer hat kurz vor Schluss von einer Stelle aufs Tor geschossen, von wo man das eigentlich nicht tut, den Abpraller hat Robin Nelisse halbvolley, wirklich sehr schön, zum Siegestor verwertet. Der Sieg war eine Riesenerleichterung, danach waren wir zum ersten Mal international über den Herbst dabei. Damals wurde erstmals der Einzug in die Europa-League-Gruppenphase fixiert, mit der Champions League hat es aber immer noch nicht geklappt. Warum? Wir haben es oft probiert. Aber es hat nie geklappt. Dafür war es in der Europa League immer sehr schön, wir haben viele Punkte gemacht, viele gute Gegner und schöne Spiele gehabt. Besonders das letzte Jahr war international ein großer Erfolg. Ist die Europa League vielleicht das ideale Format für Salzburg? Das weiß ich nicht. Jeder will in der Champions League und sich dort beweisen. Sportlich haben wir es auch dieses Jahr nicht geschafft, aber so knapp ist es noch nie gewesen. Mit dem Heimsieg gegen Malmö haben wir einen Schritt gemacht, der zweite hat gefehlt. Vielleicht gelingt uns der im nächsten Sommer. Wer soll Salzburg in der Europa-League-Gruppenphase noch stoppen? Wir können sehr zufrieden sein mit der bisherigen Bilanz. Aber es wird nicht einfach werden, in Zagreb zu gewinnen. Man hat schon im Hinspiel gesehen, dass Dinamo Qualität hat. Wir werden eine Topleistung brauchen. Und die vielen Verletzten machen die Aufgabe nicht einfacher. Sie sind bald sechs Jahre in Salzburg, der dienstälteste aktuelle Spieler nach Christoph Leitgeb. Wie viel Red Bull steckt in Andreas Ulmer? Für mich ist es ein super Klub, der beste in Österreich, mit einem tollen Rundherum. Ich bin wirklich froh, dass ich in dieser Mannschaft spielen darf. Es macht sehr viel Spaß. Wir sind gewachsen, es ist schon ein gewisser Stamm da, der sicher seinen Teil dazu beiträgt, dass hier etwas im Entstehen ist. Sie sind schon 28 Jahre alt, Ihr Vertrag läuft noch fast drei Jahre. Ist für Sie ein Karriereende in Salzburg vorstellbar? Also ich möchte dann schon noch weiter Fußball spielen. Ein Karriereende in Salzburg wäre sicher sehr schön. Ob es dann wirklich so sein wird, darüber habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht, denn in den nächsten knapp drei Jahren kann noch viel passieren. Das Ausland war nie ein Thema? Das ist immer ein Thema. Aber es sollte immer das Gesamtpaket passen. Nur ins Ausland zu gehen, damit man im Ausland spielt, wie es einige Österreicher gemacht haben, ist nicht meins. Ich arbeite für den Erfolg, möchte erfolgreich sein und nicht irgendwo hinten spielen. Das geht auch in Österreich ... Ja, genau. Dann ist es die österreichische Liga, in der man vorne mitspielt und sich für internationale Spiele qualifiziert. Eine Auslandserfahrung ist natürlich viel wert. In besseren Ligen kann man sich sicher weiterentwickeln. Aber um den Schritt zu machen, muss, wie gesagt, das Gesamtpaket stimmen. Sind Sie nicht zu alt, um für so einen ausländischen Klub wirklich interessant zu sein? Das entscheiden die anderen. Es gibt viele Transfers, die erst in einem höheren Alter getätigt worden sind. Wenn die Leistung stimmt, dann ist es sicherlich auch in Ordnung, wenn man schon 30 oder 31 Jahre alt ist. Sie haben 2008/'09 37 Bundesliga-Spiele absolviert, obwohl es in einer Saison nur 36 Runden gibt. Wie stolz sind Sie auf diesen ungewöhnlichen Rekord? Das ist eher zufällig passiert, weil Salzburg nach meinem Wechsel in der Winterpause noch ein Nachtragsspiel in Kärnten gehabt hat. Es ist eine witzige Statistik. Es beweist aber auch Kontinuität, wenn man von zwei Klubs in jedem Spiel eingesetzt wird ... Ich habe generell immer sehr oft gespielt. In Salzburg habe ich mich bei jedem Trainer durchgesetzt. Es spricht sicher für mich, dass ich immer dran bin, Gas gebe, auch wenn es nicht leicht ist. In diesem Jahr haben Sie viel Pech gehabt, sind immer wieder ausgefallen. Haben Sie dafür eine Erklärung? Ich bin froh, dass es nie etwas ganz Schlimmes war. Aber es sind immer so kleine Rückschläge. Es war nicht sehr einfach, aber daraus kann man lernen, es positiv zu sehen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Trotzdem bin ich froh, wenn dieses Jahr vorbei ist. Sie sind einer der erfolgreichsten Zöglinge der Stronach-Akademie. Warum hat es bei der Austria nie geklappt? Ich war im Profikader dabei, habe aber hauptsächlich bei den Amateuren gespielt. Dann ist mein Vertrag ausgelaufen. Die Austria hat gemeint, für oben nicht unbedingt, für die Amateure gerne. Das war nicht mein Ziel, ich wollte in der Bundesliga spielen. Der Schritt nach Ried war dann ein sehr, sehr guter. Sie haben bei den Austria Amateuren kurioserweise zumeist Innenverteidiger gespielt ... Genau. Und das sehr erfolgreich in der zweiten Liga. Aber das ist natürlich nicht meine Position, für diese bin ich viel zu klein. Red Bull Salzburg gibt es schon fast zehn Jahre. Trotzdem wird der Verein noch immer als „Kunstprodukt ohne Fans“ bezeichnet. Was denkt man sich da als Salzburg-Spieler? Red Bull macht viel für den österreichischen Fußball, auch mit der Akademie. Viele, die es bei uns nicht in die Erste schaffen, spielen halt dann bei anderen Vereinen. Das ist schon eine Bereicherung. So einen Spieler wie Yordy Reyna, der nach Grödig ausgeliehen ist, könnten sich viele Klubs gar nicht leisten. Man sieht, wie wertvoll er für die Grödiger ist. Ich glaube auch, dass durch das , was wir vorzeigen, auch mehr Qualität in die Liga kommt. Stört es Sie, dass der Verein noch immer abqualifiziert wird? Ich kann die Meinung der anderen eh nicht ändern. Das muss von ihnen selbst ausgehen, dieses Gefühl, dass es etwas Gutes ist, was hier entsteht. Dass es jemanden gibt, der viel für den Fußball macht, das auch durchzieht und auch dran bleibt, auch wenn das nicht immer leicht war in der Vergangenheit. Ich finde es gut, wie es ist. Es ist ja in anderen Ligen auch so. Es gibt genügend Vereine, hinter denen ein großer Sponsor steht. Aber ich habe kein Problem, wenn jemand schlecht redet. Wir müssen die Leistung auf dem Platz bringen. Und wenn die passt, sind ja eh alle zufrieden. Ihr bekommt seit dem 0:3 in Malmö Ende Ausgust für einen Spitzenklub ungewöhnlich viele Gegentore. Warum ist das so? Wir spielen halt in jedem Spiel nach vorne, und das von der ersten Minute. Mannschaftstaktisch müssen wir noch besser und konzentrierter arbeiten. Es fallen sehr viele Tore über Ihre linke Seite, besonders, seit Sadio Mané weg ist. Spielt dieser Abgang eine Rolle? Ich kenne diese Statistik nicht. Er war sicher ein wertvoller Spieler für uns, nach vorne und nach hinten. Man kann immer sagen, über diese oder jene Seite ist ein Tor gefallen, weil von dort der letzte Pass gekommen ist. Aber man muss immer schauen, wo das Ganze entstanden ist. Das ist, als würde man sagen, dass immer der Tormann schuld ist, wenn ein Tor fällt. Das ist ja auch nicht der Fall, oder? Es ist aber schon auffällig, dass es drei, vier Szenen in jedem Spiel gibt, in denen der Gegner Überzahl vor eurem Tor hat ... Das war letzte Saison aber auch schon so. Da haben wir vielleicht mehr Glück gehabt. Wenn wir gegen Zagreb spielen und die haben vier Chancen, dann ist das legitim. Das ist immerhin der kroatische Meister. Es kann ja nicht so sein, dass jemand, der gegen uns spielt, nicht einmal aufs Tor schießen darf. Auch gegen die Bayern oder Barcelona finden die Gegner Chancen vor. Ich weiß nicht, warum jemand darauf kommt, dass gegen uns niemand Torchancen haben darf. Aber wenn man zu Hause immer drei Tore schießen muss, um ein Spiel zu gewinnen, dann ist das schon viel ... Natürlich sind wir auch nicht zufrieden, dass wir so viele Gegentore bekommen, dass wir nicht zu Null spielen. Es sind halt gewisse Details, an denen wir arbeiten müssen. Bei Fehlern ist es oft eine Kettenreaktion, weil Fußball eine Mannschaftssportart ist. Österreich liegt in der FIFA-Weltrangliste nun vor Russland und Schweden. Ist jetzt eine EM-Qualifikation nicht Pflicht? Das glaube ich nicht. Wir arbeiten alle dafür, dass wir uns für die EM 2016 qualifizieren, denn von alleine geht das nicht. Es steckt viel Arbeit dahinter, Spiele zu gewinnen. Es ist nicht so, dass man sagen kann, jetzt kommt Russland nach Wien, und das sind drei Punkte, die wir eingerechnet haben. Das spielt es so nicht. Aber in dieser EM-Qualifikationsgruppe kann Österreich gegen jeden gewinnen. Da ist kein unbezwingbarer Gegner wie etwa zuletzt Deutschland dabei ... Gewinnen kann man gegen jeden, sicher. Aber du musst immer an die Leistungsgrenze gehen, eine Top-Leistung abrufen und in einem körperlich sehr, sehr guten Zustand sein. Wie weit kommt Salzburg in dieser Europa-League-Saison? Das wissen wir noch nicht. Jetzt haben wir einmal drei Gruppenspiele hinter uns. Die Hälfte haben wir also. Wir stehen gut da. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen und uns für das Frühjahr qualifizieren. Dann muss man schauen, welcher Gegner uns zugelost wird. Wie weit wir kommen können, ist schwer zu sagen.

Mit sieben Punkten aus drei Spielen ist Salzburg in die Europa-League-Gruppenphase gestartet. Im Spiel am Donnerstag in Zagreb (19 Uhr, live ORF eins, Sky Sport) reicht schon ein Sieg, um vorzeitig den Aufstieg in die erste K.-o.-Runde zu fixieren.

Die Salzburger haben auch schon Erfahrung, wie man bei Dinamo Zagreb gewinnt: Im Sommer 2009 gelang in der Champions-League-Qualifikation ein 2:1-Erfolg. Vom aktuellen Kader war damals neben Christoph Leitgeb und Franz Schiemer auch schon Andreas Ulmer dabei.

Der KURIER bat den Linksverteidiger vor der Neuauflage der Partie zu einem Gespräch.

KURIER: Wie sind Ihre Erinnerungen an das Spiel vor fünf Jahren in Zagreb? Andreas Ulmer: Es war sehr knapp. Simon Cziommer hat kurz vor Schluss von einer Stelle aufs Tor geschossen, von wo man das eigentlich nicht tut, den Abpraller hat Robin Nelisse halbvolley, wirklich sehr schön, zum Siegestor verwertet. Der Sieg war eine riesen Erleichterung, danach waren wir zum ersten Mal international über den Herbst dabei.

Damals wurde erstmals der Einzug in die Europa-League-Gruppenphase fixiert, mit der Champions League hat es aber immer noch nicht geklappt. Warum? Wir haben es oft probiert. Aber es hat nie geklappt. Dafür war es in der Europa League immer sehr schön, wir haben viele Punkte gemacht, viele gute Gegner und schöne Spiele gehabt. Besonders das letzte Jahr war international ein großer Erfolg.

Ist die Europa League vielleicht das ideale Format für Salzburg? Das weiß ich nicht. Jeder will in der Champions League und sich dort beweisen. Sportlich haben wir es auch dieses Jahr nicht geschafft, aber so knapp ist es noch nie gewesen. Mit dem Heimsieg gegen Malmö haben wir einen Schritt gemacht, der zweite hat gefehlt. Vielleicht gelingt uns der im nächsten Sommer.

Wer soll Salzburg in dieser Europa-League-Gruppenphase noch stoppen? Wir können sehr zufrieden sein mit der bisherigen Bilanz. Aber es wird nicht einfach werden, in Zagreb zu gewinnen. Man hat schon im Hinspiel gesehen, dass Dinamo Qualität hat. Wir werden eine Topleistung brauchen. Und die vielen Verletzten machen die Aufgabe nicht einfacher.

Sie sind im Jänner 2015 sechs Jahre in Salzburg, der dienstälteste aktuelle Spieler nach Christoph Leitgeb. Wie viel Red Bull steckt in Andreas Ulmer? Für mich ist es ein super Klub, der beste in Österreich, mit einem tollen Rundherum. Ich bin wirklich froh, dass ich in dieser Mannschaft spielen darf. Es macht sehr viel Spaß. Wir sind gewachsen, es ist schon ein gewisser Stamm da, der sicher seinen Teil dazu beiträgt, dass hier etwas im Entstehen ist.

Sie sind schon 29 Jahre alt, Ihr Vertrag läuft noch fast drei Jahre. Ist für Sie ein Karriereende in Salzburg vorstellbar? Also ich möchte dann schon noch weiter Fußball spielen. Ein Karriereende in Salzburg wäre sicher sehr schön. Ob es dann wirklich so sein wird, darüber habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht, denn in den nächsten knapp drei Jahren kann noch viel passieren.

Das Ausland war nie ein Thema? Das ist immer ein Thema. Aber es sollte immer das Gesamtpaket passen. Nur ins Ausland zu gehen, damit man im Ausland spielt, wie es einige Österreicher gemacht haben, ist nicht meins. Ich arbeite für den Erfolg, möchte erfolgreich sein und nicht irgendwo hinten spielen. Erfolgreich spielen können Sie auch in Österreich ... Ja, genau. Dann ist es eben die österreichische Liga, in der man vorne mitspielt und sich für internationale Spiele qualifiziert. Eine Auslandserfahrung ist natürlich viel wert. In besseren Ligen kann man sich sicher weiterentwickeln. Aber um den Schritt zu machen, muss, wie gesagt, das Gesamtpaket stimmen.

Sind Sie nicht vielleicht schon zu alt, um für so einen ausländischen Klub wirklich noch interessant zu sein? Das entscheiden die anderen. Es gibt viele Transfers, die erst in einem höheren Alter getätigt worden sind. Wenn die Leistung stimmt, dann ist es sicherlich auch in Ordnung, wenn man schon 30 oder 31 Jahre alt ist.

Sie haben 2008/'09 37 Bundesliga-Spiele absolviert, obwohl es in einer Saison in Österreich nur 36 Runden gibt. Wie stolz sind Sie auf diesen ungewöhnlichen Rekord? Das ist eher zufällig passiert, weil Salzburg nach meinem Wechsel in der Winterpause noch ein Nachtragsspiel in Kärnten gehabt hat. Es ist eine witzige Statistik.

Es beweist aber auch Kontinuität, wenn man von zwei Klubs in jedem Spiel eingesetzt wird ... Ich habe generell immer sehr oft gespielt. In Salzburg habe ich mich bei jedem Trainer durchgesetzt. Es spricht sicher für mich, dass ich immer dran bin, Gas gebe, auch wenn es nicht leicht ist.

In diesem Jahr haben Sie viel Pech gehabt, sind immer wieder ausgefallen. Haben Sie dafür eine Erklärung? Ich bin froh, dass es nie etwas ganz Schlimmes war. Aber es sind immer so kleine Rückschläge. Es war nicht sehr einfach, aber daraus kann man lernen, es positiv zu sehen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Trotzdem bin ich froh, wenn dieses Jahr vorbei ist.

Sie sind einer der erfolgreichsten Zöglinge der Stronach-Akademie. Warum hat es bei der Austria nie geklappt? Ich war im Profikader dabei, habe aber hauptsächlich bei den Amateuren gespielt. Dann ist mein Vertrag ausgelaufen. Die Austria hat gemeint, für oben nicht unbedingt, für die Amateure gerne. Das war nicht mein Ziel, ich wollte in der Bundesliga spielen. Der Schritt nach Ried war dann ein sehr, sehr guter.

Sie haben bei den Austria Amateuren kurioserweise zumeist Innen- und nicht wie in Salzburg Linksverteidiger gespielt ... Genau. Und das sehr erfolgreich in der zweiten Liga. Aber das ist natürlich nicht meine Position, für diese bin ich viel zu klein. Red Bull Salzburg gibt es schon fast zehn Jahre. Trotzdem wird der Verein noch immer als „Kunstprodukt ohne Fans“ bezeichnet. Was denkt man sich da als Salzburg-Spieler? Red Bull macht viel für den österreichischen Fußball, auch mit der Akademie. Viele, die es bei uns nicht in die Erste schaffen, spielen halt dann bei anderen Vereinen. Das ist schon eine Bereicherung. So einen Spieler wie Yordy Reyna, der nach Grödig ausgeliehen ist, könnten sich viele Klubs gar nicht leisten. Man sieht, wie wertvoll er für die Grödiger ist. Ich glaube auch, dass durch das , was wir vorzeigen, auch mehr Qualität in die Liga kommt.

Stört es Sie, dass der Verein noch immer abqualifiziert wird? Ich kann die Meinung der anderen eh nicht ändern. Das muss von ihnen selbst ausgehen, dieses Gefühl, dass es etwas Gutes ist, was hier entsteht. Dass es jemanden gibt, der viel für den Fußball macht, das auch durchzieht und auch dran bleibt, auch wenn das nicht immer leicht war in der Vergangenheit. Ich finde es gut, wie es ist. Es ist ja in anderen Ligen auch so. Es gibt genügend Vereine, hinter denen ein großer Sponsor steht. Aber ich habe kein Problem, wenn jemand schlecht redet. Wir müssen die Leistung auf dem Platz bringen. Und wenn die passt, sind ja eh alle zufrieden.

Ihr bekommt seit dem 0:3 in Malmö Ende August für einen Titelfavoriten ungewöhnlich viele Gegentore. Warum ist das so? Wir spielen halt in jedem Spiel nach vorne, und das von der ersten Minute. Mannschaftstaktisch müssen wir noch besser und konzentrierter arbeiten.

Es fallen sehr viele Tore über Ihre linke Seite, besonders, seit Sadio Mané weg ist. Spielt dieser Abgang eine Rolle? Ich kenne diese Statistik nicht. Er war sicher ein wertvoller Spieler für uns, nach vorne und nach hinten. Man kann immer sagen, über diese oder jene Seite ist ein Tor gefallen, weil von dort der letzte Pass gekommen ist. Aber man muss immer schauen, wo das Ganze entstanden ist. Das ist, als würde man sagen, dass immer der Tormann schuld ist, wenn ein Tor fällt. Das ist ja auch nicht der Fall, oder?

Es ist aber schon auffällig, dass es drei, vier Szenen in jedem Spiel gibt, in denen der Gegner Überzahl vor eurem Tor hat ... Das war letzte Saison aber auch schon so. Da haben wir vielleicht mehr Glück gehabt. Wenn wir gegen Zagreb spielen und die haben vier Chancen, dann ist das legitim. Das ist immerhin der kroatische Meister. Es kann ja nicht so sein, dass jemand, der gegen uns spielt, nicht einmal aufs Tor schießen darf. Auch gegen die Bayern oder Barcelona finden die Gegner Chancen vor. Ich weiß nicht, warum jemand darauf kommt, dass gegen uns niemand Torchancen haben darf.

Aber wenn man zu Hause sehr oft drei Tore schießen muss, um ein Spiel zu gewinnen, dann ist das schon ziemlich viel ... Natürlich sind wir auch nicht zufrieden, dass wir so viele Gegentore bekommen, dass wir nicht zu Null spielen. Es sind halt gewisse Details, an denen wir arbeiten müssen. Bei Fehlern ist es oft eine Kettenreaktion, weil Fußball eine Mannschaftssportart ist.

Österreich liegt in der FIFA-Weltrangliste nun vor Russland und Schweden. Ist jetzt eine EM-Qualifikation nicht Pflicht? Das glaube ich nicht. Wir arbeiten alle dafür, dass wir uns für die EM 2016 qualifizieren, denn von alleine geht das nicht. Es steckt viel Arbeit dahinter, Spiele zu gewinnen. Es ist nicht so, dass man sagen kann, jetzt kommt Russland nach Wien, und das sind drei Punkte, die wir eingerechnet haben. Das spielt es so nicht.

Aber in dieser EM-Qualifikationsgruppe kann Österreich gegen jeden gewinnen. Da ist kein Weltklassegegner wie etwa zuletzt Deutschland dabei ... Gewinnen kann man gegen jeden, sicher. Aber du musst immer an die Leistungsgrenze gehen, eine Top-Leistung abrufen und in einem körperlich sehr, sehr guten Zustand sein.

Wie weit kommt Salzburg in dieser Europa-League-Saison? Das wissen wir noch nicht. Jetzt haben wir einmal drei Gruppenspiele hinter uns. Die Hälfte haben wir also. Wir stehen gut da. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen und uns für das Frühjahr qualifizieren. Dann muss man schauen, welcher Gegner uns zugelost wird. Wie weit wir kommen können, ist schwer zu sagen.

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