Sport | Fußball
05.12.2011

Türkei senkt Strafmaß für Betrug

Fußball macht es möglich: Betrug kann künftig nicht bis maximal 12 Jahren Haft, sondern nur bis drei Jahren bestraft werden.

Erst Anfang des Jahres wurde in der Türkei das maximale Strafmaß für Betrugsdelikte von fünf Jahren auf 12 Jahre erhöht, nun wurde es wieder auf höchstens drei Jahre gesenkt. Wohl sehr zur Freude der mehrern Dutzend Managern, Trainern und Spielern, die sich wegen Manipulation der Süper Lig vor Gericht verantworten müssen.

Im türkischen Fußball sollen in der vergangenen Saison mindestens 19 Partien verschoben worden sein, darunter auch das wichtige Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen Sivasspor, in dem Fenerbahce am letzten Spieltag den Titel holte.

Mehr als 80 Festnahmen

In den vergangenen Monaten hat die Polizei mehr als 80 Manager, Spieler und Trainer mehrerer Clubs festgenommen. Sie sollen den Ausgang etlicher Spiele mit großen Geldbeträgen manipuliert haben. Etwa 30 Beschuldigte wurden in Untersuchungshaft genommen, darunter auch Fenerbahces Clubchef Aziz Yildirim.

Die Champions League 2011/12 geht daher auch ohne Fenerbahce über die Bühne. Der türkische Verband hatte den Verein einen Tag vor der Auslosung der Gruppenphase wegen der Verwicklungen in den Skandal aus dem Wettbewerb ausgeschlossen.

Mit der in einer Sondersitzung getroffenen Entscheidung reagierte der Verband auf eine entsprechende Forderung der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Zuvor hatte es im türkischen Fußball bereits mehrere Wellen von Festnahme gegeben, bei denen es um Wettbetrug ging.