Sport | Fußball
06.06.2017

Tuchel-Nachfolge: Dortmund holt Ajax-Coach Bosz

Am Dienstagnachmittag wurde der Nachfolger von Thomas Tuchel präsentiert, für ihn fließen drei Millionen Ablöse nach Amsterdam.

Trainer Peter Bosz wird Nachfolger von Thomas Tuchel bei Borussia Dortmund. Nur eine Woche nach der Trennung von Tuchel stellte der deutsche Fußball-Bundesligist seinen Nachfolger vor. Wie der DFB-Pokalsieger am Dienstag mitteilte, unterschrieb der 53-jährige Bosz einen Vertrag bis 30. Juni 2019.

Dem Vernehmen zahlt der BVB für den eigentlich bis 2019 an Ajax Amsterdam gebundenen Niederländer eine Ablöse von rund drei Millionen Euro. Für den Job in Dortmund war laut deutschen Medien bis vor wenigen Tagen auch Peter Stöger im Gespräch gewesen.

Offensive Spielweise als Fokus

Bosz passt in das Anforderungsprofil der Borussia. Wie seine Trainer-Vorbilder Johan Cruyff und Josep Guardiola bevorzugt der achtfache niederländische Nationalspieler eine schnelle, offensive Spielweise. Zudem gilt er als Förderer von Talenten. So führte er den jungen Kader von Ajax, der ein Durchschnittsalter von lediglich 22,7 Jahren aufweist, ins Europa-League-Finale und in der Eredivisie auf Rang zwei.

In seiner Heimat spielte Bosz für Apeldoorn, Arnheim, Waalwijk, Breda und Feyenoord Rotterdam, in Frankreich für Sporting Toulon, in Japan für JEF United Ichihara und in Deutschland für Hansa Rostock. Trainererfahrungen sammelte er bisher auch in Apeldoorn, Arnheim, De Graafschap, Almelo und Tel Aviv.

Nach der langen und schlagzeilenträchtigen Fehde mit Tuchel, die vor einer Woche trotz aller sportlichen Erfolge zur vorzeitigen Trennung nach nur zwei Jahren Amtszeit geführt hatte, sehnt sich der BVB nach mehr Ruhe. Doch auch Bosz gilt als eigensinniger Coach. Nach niederländischen Medienberichten schied er im Unfrieden aus Amsterdam. Hauptgrund für den vorzeitigen Abschied soll ein Konflikt im Trainerstab gewesen sein.