epa03502261 Turkish referee Cuneyt Cakir holds an official ball as he crosses the goal line to check the Goal Line Technology (GLT) system prior to the quarterfinal match of Ulsan Hyundai of South Korea vs CF Monterrey of Mexico in the FIFA Club World Cup 2012 at Toyota Stadium in Toyota, central Japan, 09 December, 2012. The Hawk-Eye-Goal-Line Technology system will be used for the quarterfinals. EPA/KIMIMASA MAYAMA

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Tortechnologie
02/25/2013

Deutsche Firma erhielt FIFA-Lizenz

Das von der Cairos technologies AG entwickelte GLT System arbeitet mit Magnetfeld-Technologie.

Bei der Einführung der Torlinientechnologie im Fußball kann eine weitere deutsche Firma darauf hoffen, vom Weltverband (FIFA) den Zuschlag zu bekommen. Wie der Internationale Verband am Montag mitteilte, wurde die Cairos technologies AG aus Ismaning mit ihrem GLT System als drittes Unternehmen mit einer Lizenz ausgestattet. Zuvor hatte die FIFA bereits den Systemen Hawk-Eye und GoalRef das notwendige Gütesiegel verliehen.

Die FIFA hatte am Dienstag beschlossen, beim Confederations Cup in diesem Sommer und bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien auf technische Hilfe bei kritischen Torfragen zu setzen. Die Entscheidung, welches System tatsächlich genutzt wird, soll im April fallen. Auch ein vierter Bewerber soll noch im Rennen sein.

Wie bei GoalRef setzt auch das GLT System der Firma Cairos auf die Erzeugung von Magnetfeldern zur Ermittlung der Informationen, ob der Ball die Torlinie überschritten hat. Dafür werden im Rasen dünne Kabel verlegt, im Ball ist ein Sensor angebracht. Über zwei Empfangsantennen hinter dem Tor werden die Daten dann an einen Computer weitergeleitet, der wiederum den Schiedsrichter per verschlüsseltem Funk auf seiner Armbanduhr informiert.

Grünes Licht

Nach Angaben der FIFA wurde das GLT System vom unabhängigen Schweizer Institut EMPA Ende Dezember unter anderem im Karlsruher Wildparkstadion getestet. "Wir beschäftigen uns schon seit 2000 mit der Thematik", sagte ein Cairos-Sprecher.

Bereits am 5. Juli 2012 hatte das FIFA-Regelkomitee (IFAB) einstimmig Grünes Licht für die Einführung technischer Systeme gegeben, die dem Schiedsrichter anzeigen, ob der Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht. Der Weltverband reagierte damit unter anderem auf den Skandal bei der WM 2010, als der Treffer des Engländers Frank Lampard im WM-Achtelfinale gegen Deutschland nicht anerkannt wurde, obwohl er deutlich hinter der Torlinie aufgesprungen war.

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