Sport | Fußball
05.12.2011

Sturms große Chance

Nimmt Sturm am Mittwoch die Hürde Videoton, ist die Champions League heuer so leicht zu erreichen, wie schon lange nicht.

Sturm Graz darf positiv in die Zukunft schauen, wenn man in die Vergangenheit blickt: Die Grazer haben vor dem Duell in Székesfehérvár bei Videoton schon vier Mal in einer K.-o.-Phase im Europacup mit 2:0 im Hinspiel zuhause gewonnen - und sind jedes Mal aufgestiegen. Die geschlagenen Gegner hießen Haladás Szombathely (Cup der Cupsieger, 1975), Lok Leipzig (UEFA-Cup, 1983), Schachtjor Salihorsk (Intertoto-Cup, 2. Runde, 2008) und Dinamo Tiflis (Europa League, 3. Qualifikationsrunde, 2010).

Überhaupt sind erst drei österreichische Klubs bei 16 Versuchen mit einem 2:0- Hinspiel-Heimsieg ausgeschieden: Austria Wien (Cupsieger-Bewerb, 0:5 in Wolverhampton, 1960), VOEST Linz (UEFA-Cup, 0:4 bei Vasas Budapest, 1975) und Tirol (UEFA-Cup, 0:4 in La Coruña, 1994).

Serie

Aber auch ein gewöhnlicher Heimsieg hat zumeist schon geholfen. Das bisher letzte Mal haben sich die Steirer 1974 mit einem Heimsieg im Rücken verabschiedet. Nach einem 2:1 gegen Antwerpen setzte es in Belgien ein 0:1. Im UEFA-Cup, in der ersten Runde geschah dies damals.

Sturm sollte aber vor allem der Blick nach vorne motivieren. Schaltet man Videoton am Mittwoch (20.30 Uhr, live ORF eins) aus, wartet der Sieger aus dem Duell moldawischer Meister Dacia Chisinau gegen den georgischen Champion Zestafoni. Die Georgier haben das Hinspiel schon mit 3:0 gewonnen und wären ein absolut schlagbarer Gegner, zumal sie auf Legionäre verzichten. Schafft Sturm diese Hürde, würde man im Play-off zur Champions League (vierte und letzte Qualifikationsrunde) landen.

Mögliche Gegner

Dort könnte Sturm als (wahrscheinlich) ungesetztes Team auf folgende Teams treffen, vorausgesetzt, diese kommen bis ins Play-off: Glasgow Rangers, FC Kopenhagen, BATE Borisow (Weißrussland), Maccabi Haifa, Dinamo Zagreb, Rosenborg Trondheim, Partizan Belgrad, APOEL Nikosia und Wisla Krakau. Allesamt Meister ihrer Länder.

Scheitern die Grazer im Play-off, wären sie dennoch fix in der Gruppenphase der Europa League. Und dürften außerdem mit drei ausverkauften Heimspielen rechnen. Geld, das Sturm bitter nötig hat.

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