Sport | Fußball
05.12.2011

Sturms erste Prüfung heißt Videoton

Für Foda sind beide Teams gleich stark. Für die Ungarn ist Sturm Favorit. Mittwoch ab 20:30 Uhr im KURIER.at-Liveticker.

Für Meister Sturm wird es am Mittwochabend (20.30 Uhr/live ORF 1, KURIER.at-Liveticker) zum ersten Mal in der neuen Saison ernst.

Die Steirer empfangen Ungarns Champion FC Videoton im Zweitrunden-Qualifikations-Hinspiel zur Champions League im Klagenfurter Wörthersee-Stadion, da die UPC-Arena wegen der American-Football-WM besetzt ist. Trotzdem werden mehr als 10.000 Sturm-Fans für gute Stimmung sorgen.

"Es kommt sicher nicht alltäglich vor und ist eigentlich unglaublich, dass eine Mannschaft, die Meister geworden ist, in der Champions-League-Qualifikation nicht zu Hause spielen darf, sondern ausweichen muss, aufgrund der Tatsache, dass hier eine Football-WM stattfindet", meinte ein verärgerter Franco Foda.

Die Ungarn wurden vom Trainer und seinem Co Thomas Kristl persönlich unter die Lupe genommen. Am Montagvormittag wurde auch die Mannschaft mittels Video-Studium auf die Spielweise der Mannschaft aus Szekesfehervar eingestellt.

"Wir sind gut informiert, kennen alle Stärken und Schwächen. Sie haben eine gute Mannschaft mit beweglichen Spitzen, die sehr gefährlich sind", fasste Foda seine Eindrücke zusammen. Der 27-jährige Brasilianer Andre Alves hat in der Meistersaison etwa 24 Tore erzielt.

Es sei daher ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten. "Es sind zwei Mannschaften, die ungefähr gleich stark sind, deshalb werden Kleinigkeiten entscheiden", prognostizierte Foda, den der kurzfristige Abgang von Abwehrchef Gordon Schildenfeld (zu Eintracht Frankfurt) noch immer schmerzt.

Seine Elf sei in der Lage, eine Runde weiterzukommen, damit rechnen dürfe man aber nicht. "Man darf als österreichische Mannschaft nicht davon ausgehen, dass man hier so locker über jede Runde kommt. Wir haben leider Gottes ein schwieriges Los erwischt, werden aber alle Hebel in Bewegung setzen, um das Spiel zu gewinnen", sagte der Sturm-Trainer. Und fügte gleich hinzu: "Sollte das nicht der Fall sein, geht das Leben auch weiter."

Ungarn fühlen sich als Außenseiter

Foda ließ sich vor der Partie bezüglich der Aufstellung nicht in die Karten blicken, am Montagabend wurde hinter verschlossenen Türen trainiert. Vor allem in der Offensive gibt es offene Fragen.

Imre Szabics und Roman Kienast wurden in der Vorbereitung durch Verletzungen zurückgeworfen, der Parade-Sturm der Grazer dürfte daher nicht gemeinsam beginnen.

Der Ungar hat die deutlich besseren Karten. Auch im Mittelfeld hat Foda die Qual der Wahl. "Wir gehen sehr gut vorbereitet ins Spiel und müssen schauen, dass wir das Selbstvertrauen aus dem letzten Jahr mitnehmen", meinte der ungarische Teamstürmer Szabics.

Die Ungarn sehen sich in der Außenseiterrolle. "Sturm hat eine gute, kompakte Mannschaft, mit mehr internationaler Erfahrung", sagte Coach Paulo Sousa, der die Grazer beim Testspiel gegen den FC Kopenhagen beobachtet hatte.

Trotzdem gingen die Videoton-Kicker zuversichtlich in die Partie. "Wir wollen uns so gut wie möglich präsentieren. Ich glaube, dass wir eine reale Chance haben, aufzusteigen", sagte Mittelfeldspieler Nikola Mitrovics. Selbstvertrauen tankten die Ungarn mit dem Gewinn des nationalen Supercups am Freitagabend. "Das Auftreten der Mannschaft und die Einstellung war perfekt. Die neuen Spieler sind schon gut integriert", sagte Sousa.

Ein Heimsieg der Grazer wäre der Statistik nach die halbe Miete für den Aufstieg. Die Steirer sind nach einem Sieg im Heimspiel bei den letzten 13 Europacup-K.o.-Auftritten danach immer weitergekommen. Das Rückspiel folgt genau eine Woche später im 14.300 Zuschauer fassenden Sostoi-Stadion in Szekesfehervar.

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