Sport | Fußball
31.03.2012

Sturm holt Remis - mit neun Mann

Sturm rettet mit neun Spielern einen Punkt gegen Ried und kritisiert den Schiedsrichter.

Die Rieder mussten aufpassen: Sturm-Warnung in Graz. Das betraf weniger die derzeit beste steirische Mannschaft, sondern eher die anderen, äußeren Umstände. Auf dem Spielfeld kam nur gegen Ende frischer Wind ins Spiel, bei dem sich Sturm mit neun Mann einen Punkt sicherte.

Die Grazer versuchten das Spiel zu machen, Okotie und Szabics vergaben gute Chancen. Und die Gäste? Die verbrachten zunächst einen sonnigen Nachmittag in der eigenen Hälfte und hofften, dass sie nicht zur Mittelauflage müssen, um dort einen Anstoß zu tätigen. Mit Erfolg.

Die zweikampfstärkeren Innviertler taten nach der Pause gelegentlich mehr für die Offensive, Schreiner traf ins Tor – zuvor hatte Schiedsrichter Einwaller aber ein Foul von Beichler geahndet. Es war der Beginn einer aufregenden Zeit.

Entscheidungen

Koch sah nach zwei Fouls Gelb-rot; eine sehr harte, aber vertretbare Entscheidung, für die sich Einwaller aber lange Zeit ließ. "Ich habe es nicht gesehen, der Assistent hat es mir angezeigt", sagte der Unparteiische nach dem Schlusspfiff. Sturm wählte weiterhin die Offensive. Ein Tor von Okotie wurde zu Unrecht wegen abseits aberkannt. Basala-Mazana und Ex-Sturm-Spieler Beichler vergaben Topchancen für Ried, Hölzl eine für Sturm. Dann entwischte der frische, weil gerade eingewechselte Guillem dem Grazer Dudic, der ihn gerade noch vor der Strafraumgrenze niederriss. Einwaller entschied richtig: Freistoß und Rot für den Serben.

Mit neun Spielern rettete Sturm das Remis über die Spielzeit und hätte fast gewonnen. Bei einem vermeintlichen Foul von Reifeltshammer an Szabics im Strafraum ließ Einwaller ("Das war nicht elferreif") weiterlaufen. Nach dem Schlusspfiff wurde der Referee mit Regenschirmen aus dem Stadion begleitet. Auch das lag nicht an der Witterung...

"Es war das letzte Spiel von Schiedsrichter Einwaller in Graz. Er hat das Spiel beeinflusst", schimpft Sturm-Coach Franco Foda über den Tiroler, der im Sommer aufhört.

Weichenstellung

Der Ried-Trainer denkt schon an die Zukunft, in der er Sturm-Trainer sein könnte. Gerhard Schweitzer: "Es hat ein Gespräch mit dem Pauli gegeben, und es wird kommende Woche noch eines geben. Dann wird so oder so entschieden."

Mit Pauli meint Schweitzer seinen Freund und langjährigen Weggefährten Paul Gludovatz, der sich am Samstag das Match gegen den Ex-Klub ersparte und als sportlicher Geschäftsführer von Sturm einen Trainer sucht.

Kandidat Nummer eins ist aber nach wie vor der in Graz sehr beliebte Markus Schopp, auch Darko Milanic und Peter Stöger sind ein Thema. Klar ist, dass der neue Trainer mit einem reduzierten Kader arbeiten muss. Zwei Millionen Euro sollen gespart werden. Das alte Lied in Graz...

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