Sturm besiegt Innsbruck 1:0

Spielszene aus Sturm - Innsbruck.
Foto: APA/MARKUS LEODOLTER Sturm setzt sich in einem Offensiv-Duell gegen Innsbruck durch.

Aufschwung in der Offensive: Nach 532 Minuten dürfen die Grazer wieder über ein Tor jubeln.

Kennen Sie Völkerball? Das ist ein Spiel mit zwei Mannschaften, bei dem die Spieler versuchen müssen, nicht vom Ball getroffen zu werden. Ähnliches stellten Sturms Kicker in den vergangenen Wochen zur Schau. Nur schnell weg von dem gefährlichen Ding namens Ball.

Die Sturm-Spieler waren sich am Mittwoch vor der Pause wieder bewusst, dass sie Fußballer sind, traten angriffslustiger in Erscheinung und besiegten Innsbruck mit 1:0.

Sturm stürmte von Beginn an: Szabics traf per Kopf die Latte, und nachdem Bodul und Hölzl ebenfalls Pech im Abschluss hatten, blieb ausgerechnet der jüngste Sturm-Spieler abgebrüht: Der erst 19-jährige Kainz verwertete nach 27 Minuten einen Pass des Tirolers Hölzl zur verdienten Führung. Es war übrigens Sturms erster Treffer seit 532 Minuten.

Fehlpässe

Sturm vernachlässigte gelegentlich die Defensiv­arbeit, war aber offensiv so stark wie noch nie in diesem bislang so lausigen Frühjahr. Vielleicht beflügelt durch nette Erinnerungen: Im Mai 2011 hatten die Steirer durch einen Heimsieg über die Innsbrucker den Titel fixiert.

Oder vielleicht erlöst, weil das ewige Lied "Foda bleibt, Foda geht" mit Saisonende mit dem tatsächlichen Abgang des Erfolgstrainers beendet ist. Oder vielleicht ganz einfach, weil Innsbruck zunächst nicht viel zusammenbrachte.

Erst nach der Pause versuchten die Tiroler initiativ zu werden. Bei einem Freistoß von Merino konnte sich Tormann Gratzei auszeichnen. Die Steirer erwachten langsam, Bodul fiel im Strafraum, Elfer gab es keinen; bei einem Szabics-Heber rettete Kofler auf der Linie.

Turbulent war die Minute 89: Nach einem Foul von Popchadze an Kofler außerhalb des Strafraums entschied Schiedsrichter Lechner auf Elfer, wurde aber vom Linienrichter korrigiert – der Freistoß brachte nichts ein. Fodas Schlusswort: "Wir sind erleichtert."

 



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(kurier / Harald Ottawa) Erstellt am
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