Sport | Fußball 05.12.2011

Sturm 1:1 in Georgien

Champions-League-Qualifikation: Wolf erzielte in der 78. Minute den wichtigen Auswärtstreffer für die Grazer.

Wenn sich 10.000 Besucher in einer Arena verirren, in der im Optimalfall fast 60.000 Platz haben, wirkt sowieso alles ein bisschen verloren. Und Sturm Graz suchte auf dem schlechten Boden im Boris-Paitschadse-Nationaltadion zu Tiflis vergeblich nach der Form der Meistersaison.

Zumindest das Ergebnis war optimal. Sturm holte im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde bei Zestafoni mit Glück ein 1:1.

Zunächst überraschte Sturm-Trainer Franco Foda, der den 18-jährigen Neuhold und nicht Neuzugang Dudic anstelle des angeschlagenen Feldhofer im Abwehrzentrum aufbot. Dann überraschte der georgische Meister Zestafoni mit einem überaus druckvollen Beginn.

Kaum Akzente

Mit Fortdauer der schwachen Partie schalteten aber auch die Georgier einen Gang zurück. Sturm kam ebenfalls nach vorne, Ehrenreich flog aber (ohne Fremdeinwirkung) im Strafraum hin, anstatt zu schießen. Die Grazer störten den Gegner früh, brachten selbst zwar langsam Ordnung ins Spiel, setzten aber kaum überraschende Akzente.

Bei 36 Grad entgingen die technisch erschreckend schwachen Steirer in der ersten Hälfte nur knapp einer kalten Dusche. Einzig Tormann Gratzei und Popchadze, der erst vor wenigen Wochen von Zestafoni geholt wurde, boten vor der Pause internationale Reife.

Nach dem (derzeit bereits gewohnten) Pausen-Donner-wetter von Trainer Foda wurden die Steirer nach der Pause initiativer. Weber prüfte mit einem Schuss Tormann Kwaschwadse, Kainz jagte einen Ball weit über das Tor. Es war nur ein kurzes Aufbegehren, dann bestimmten wieder die Gastgeber das Geschehen.

Und sie waren noch aggressiver. Ballbesitz nach mehr als einer Stunde Spielzeit: 75:25 für Zestafoni. Die logische Folge: Zuerst traf Grigalaschwili die Stange, dann Gelaschwili nach Fehler von Popchadze ins Tor (74.).

Play-off

Aber wie schon in der 2. Qualifikationsrunde gegen Videoton schlug Sturm zum richtigen Zeitpunkt zurück: Flankenspieler Wolf, der mit Fortdauer der Partie ballsicherer wurde, bezwang nur vier Minuten später Kwaschwadse.

Die Steirer haben im Heimspiel nächsten Mittwoch alle Trümpfe in der Hand. Schaltet Sturm Zestafoni aus, wartet das Play-off zur Champions League. Klingt gut. Besser als Sturm derzeit spielt.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011