Sport | Fußball 07.03.2018

Stöger sieht Ähnlichkeiten bei Salzburg und Leipzig

Stöger freut sich auf das Duell mit Salzburg. © Bild: APA/AFP/ROBERT MICHAEL

Peter Stöger zeigt sich vor dem Europa-League-Spiel zwischen Dortmund und Salzburg optimistisch.

Für Peter Stöger ist das Europa-League-Duell seiner Borussia Dortmund mit Red Bull Salzburg eine spannende Paarung - in der Pressekonferenz vor dem ersten Duell am Donnerstag in Dortmund zeigt sich der Wiener von den Salzburgern aber nicht unbeeindruckt.

" Salzburg hat eine ähnliche Spielanlage wie Leipzig, daher können wir vom letzten Spiel einiges mitnehmen", so Stöger. Erst am Samstag hatte der BVB beim Gastspiel in Leipzig einen Punkt erobert. "Wir sind vorbereitet auf Salzburg, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihre Qualitäten jetzt ändern. Wir müssen selbst dagegen halten, selbst dominant auftreten. Ich sehe Salzburg als eine Mannschaft in einer ganz gefährlichen Außenseiterrolle."

Zu seiner eigenen Situation - konkret zu den Gesprächen über eine Vertragsverlängerung in Dortmund - hatte Stöger erneut nichts Neues zu berichten. "Es gibt keinen Termin bezüglich einer Vertragsverlängerung, das ist auch nicht notwendig, da ich erst vor zwei Monaten hierher gekommen bin. Ich weiß, dass mein Vertrag bis Saisonende läuft. Bezüglich der Kaderplanung werde ich schon gefragt, wie ich was bewerte."

Positive Erfahrungen mit deutschen Klubs

13 Siege, neun Remis, 34 Niederlagen – Österreichs Europacup-Bilanz gegen deutsche Klubs ist alles andere als gut. Auch jene der Salzburger ist negativ (zwei Siege, zwei Remis und vier Niederlagen), aber in zwei von drei K.-o.-Duellen reichte es zum Aufstieg. Der KURIER-Rückblick ...

1980 - Fortuna Düsseldorf Schon nach dem Hinspiel war das Erstrunden-Duell im Cupsieger-Cup entschieden: 5:0 siegte die Fortuna mit Trainer Otto Rehhagel gegen überforderte Salzburger mit einem jungen Leo Lainer in der Startelf. Auch im Rückspiel im Lehener Stadion war nichts zu holen. 6000 Zuschauer sahen ein 0:3.

1994 - Eintracht Frankfurt Es war eine Hysterie, die Salzburg vor 24 Jahren entfachte: 48.000 waren zum Viertelfinal-Hinspiel ins Wiener Happel-Stadion gekommen. Adi Hütter sorgte für einen 1:0-Sieg. Trainer Otto Baric bespuckte Eintracht-Legionär Tskhadadze. Beim Rückspiel in Frankfurt wurde Otto Konrad zum Helden. Der Salzburg-Keeper wehrte im Elferschießen zwei Schüsse ab und verwertete den entscheidenden Elfmeter selbst. Nach 17 erfolglosen Versuchen hatte erstmals ein österreichischer einen deutschen Verein ausgeschaltet.

1994 - Karlsruher SC Nicht ganz so dramatisch verlief das UEFA-Cup-Semifinale. Nach einem 0:0 in Wien reichte Salzburg ein 1:1 in Karlsruhe. Der gesperrte Baric verfolgte den Finaleinzug von der Tribüne aus.

2016 - Schalke 04 Vergangene Saison traf Salzburg in der Gruppenphase der Europa League auf Dortmunds Lokalrivalen. Auf eine 1:3-Auswärtsniederlage folgte zu Hause ein 2:0. Gruppensieger Schalke 04 war aber mit einem B-Team angetreten

( kurier.at , kai ) Erstellt am 07.03.2018