Sport-Alternativen: Starke Frauen, ölige Männer

Starke Frauen hat das Land: Mit 208 gestemmten Kilo wurde Desdelen im Jahr 2010 Europameisterin.
Foto: rts

Fußball ist die Nummer eins der beliebtesten Sportarten in der Türkei.

Fußball ist die Nummer eins der beliebtesten Sportarten in der Türkei.

Wenn der Ball in der Süper Lig rollt, geht's rund in den Stadien oder vor Millionen Fernsehgeräten. Geht es um fußballspielende Frauen, lässt das Interesse jedoch rapide nach. Bis jetzt hat es die türkische Nationalelf der Damen noch nie geschafft, sich für ein großes Turnier zu qualifizieren.

In Sachen Athletik begeistern die türkischen Athletinnen ihre Nation aber regelmäßig mit großen Titeln. Aylin Dasdelen zählt zu den international erfolgreichsten Gewichtheberinnen in der Klasse bis 53 Kilogramm: Die 29-Jährige gewann 2010 in Minsk ihren bereits dritten Europameistertitel. Ihre Landsfrau Sibel Özkan erkämpfte sich bei den Weltmeisterschaften 2009 in Goyang (Südkorea) sogar die Goldmedaille.

Der erfolgreichste Gewichtheber der Türkei ist jedoch ein Mann mit 21 WM-Titeln: Naim Süleymanoglu. Mit 1,47 m Körpergröße ist der "Taschen-Herkules" der erste Athlet, der das dreifache seines Körpergewichts gestoßen hat. Und er ist der erste, der vier Olympia-Goldene in Folge erstemmt hat.

Neue Begeisterung

Von Gold war das türkische Basketball-Nationalteam 2010 nur einen Hauch entfernt. Bei der WM im eigenen Land erdribbelten die Herren den Vizeweltmeistertitel im Finale gegen die USA. Mit dem Stockerlplatz wurde auch eine neue Begeisterung für den bis dahin weniger beachteten Ballsport ausgelöst.

Weitaus mehr Tradition hat der Öl-Ringkampf. Von Kopf bis Fuß in Olivenöl eingerieben, werden die Zweikämpfe im Freien ausgetragen. Aber auch ungeölt überzeugen die Türken. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom gewannen die türkischen Ringer fast alle Medaillen.

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(kurier / Aleksandra Klepic) Erstellt am
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