Spaßvogel Müller vergeht das Lachen

Bayern Munich's Mueller prepares to shoot a penalt
Foto: Reuters/KAI PFAFFENBACH Ungewohnt: Thomas Müller scheiterte vom Elfmeterpunkt.

Thomas Müller ist bei den Bayern zweite Wahl. Dazu verschoss er einen Elfer.

Ein glanzloses 1:1 gegen Arsenal reichte den Bayern am Dienstagabend nach einem 2:0-Sieg im Hinspiel zum Aufstieg ins Viertelfinale – alles eitel Wonne ? Sicher nicht.

Vor allem nicht bei Thomas Müller. "Es ist besser, wenn ich nichts dazu sage", bemerkte der Stürmer, angesprochen auf seine abermalige Reservistenrolle im Starensemble. Dem Spaßvogel der Bayern war nach dem persönlich verkorksten Abend samt sehr später Einwechslung (85.) und einem verschossenen Foulelfmeter in der Nachspielzeit nicht nach Witzen zumute.

Wie schon beim 2:0-Hinspielsieg in London hatte Trainer Guardiola dem WM-Torschützenkönig von 2010 (fünf Tore) keinen Platz in der Startelf zugestanden. Dennoch verhielt sich der 24-Jährige professionell: "Insgesamt war das Weiterkommen niemals gefährdet, deswegen war es eine souveräne Vorstellung", betonte der Nationalspieler. Nachsatz: "Das Wie ist am Tag danach egal."

Rückkehr

Mehr Grund zur Freude hatte da schon Bastian Schweinsteiger. Der Torschütze zum 1:0 (55.) ist nach einer Sprunggelenksverletzung zwar noch nicht topfit, in Guardiolas Hierarchie rangiert er aber über Toni Kroos, der zuletzt Antibiotika nehmen musste und daher nicht voll bei Kräften war. "Ich komme immer besser in Tritt", sagte Schweinsteiger. Muss er auch. Denn vor den entscheidenden Wochen in Champions League und Pokal – die Meisterschaft ist längst entschieden – ist Guardiola nun als Moderator gefragt, um Müller, Kroos und Kollegen bei Laune zu halten.

Außerdem hat Bayern ein Elfmeterproblem: Nach fünf Patzern bei den jüngsten acht Strafstößen in der Champions League muss wieder einmal ein neuer Schütze gefunden werden. Auch David Alaba hatte im Hinspiel in London verschossen.

Uli Hoeneß hat derzeit wenig zu lachen. Der 62-jährige Präsident des FC Bayern steht derzeit in München wegen Steuerhinterziehung vor Gericht, der Druck der Öffentlichkeit wird immer größer. Den Besuch in der Allianz-Arena ließ er sich am Dienstagabend aber nicht nehmen. Die Guardiola-Mannschaft dominierte über weite Strecken, doch es dauerte bis zur 55. Minute, ehe Schweinsteiger ungedeckt zum Schuss kam und aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Mario Götze machte Per Mertesacker durchaus Probleme. Bei diesem Luft-Duell war der Innenverteidiger mit seinen 198 cm aber klarer Sieger. Franck Ribery und Dante stellen Alex Oxlade-Chamberlain von Arsenal ein Bein. Die Münchner stehen im Viertelfinale der Champions League. Den Bayern reichte ein 1:1. Im zweiten Dienstagsspiel hatte Atletico Madrid gegen den AC Milan auch wenig Probleme. Atlético stieg aufIm Vicente-Calderón-Stadion in Madrid traf Atlético schon nach zwei Minuten und 30 Sekunden durch Diego Costa. Nach dem 1:0-Auswärtssieg sahen die 54.000 Zuschauer dann den Ausgleich durch den Brasilianer Kaká per Kopf (27.). In der Folge machten die Italiener Druck, die restlichen Tore erzielte aber die Heimmannschaft. Der Türke Arda Turan traf mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern zum 2:1. Raúl García erzielte das Kopftor zum 3:1, Diego Costa das Tor zum 4:1-Endstand.
(kurier) Erstellt am
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