Sport | Fußball 12.03.2014

Spaßvogel Müller vergeht das Lachen

Ungewohnt: Thomas Müller scheiterte vom Elfmeterpunkt. © Bild: Reuters/KAI PFAFFENBACH

Thomas Müller ist bei den Bayern zweite Wahl. Dazu verschoss er einen Elfer.

Ein glanzloses 1:1 gegen Arsenal reichte den Bayern am Dienstagabend nach einem 2:0-Sieg im Hinspiel zum Aufstieg ins Viertelfinale – alles eitel Wonne ? Sicher nicht.

Vor allem nicht bei Thomas Müller. "Es ist besser, wenn ich nichts dazu sage", bemerkte der Stürmer, angesprochen auf seine abermalige Reservistenrolle im Starensemble. Dem Spaßvogel der Bayern war nach dem persönlich verkorksten Abend samt sehr später Einwechslung (85.) und einem verschossenen Foulelfmeter in der Nachspielzeit nicht nach Witzen zumute.

Wie schon beim 2:0-Hinspielsieg in London hatte Trainer Guardiola dem WM-Torschützenkönig von 2010 (fünf Tore) keinen Platz in der Startelf zugestanden. Dennoch verhielt sich der 24-Jährige professionell: "Insgesamt war das Weiterkommen niemals gefährdet, deswegen war es eine souveräne Vorstellung", betonte der Nationalspieler. Nachsatz: "Das Wie ist am Tag danach egal."

Rückkehr

Mehr Grund zur Freude hatte da schon Bastian Schweinsteiger. Der Torschütze zum 1:0 (55.) ist nach einer Sprunggelenksverletzung zwar noch nicht topfit, in Guardiolas Hierarchie rangiert er aber über Toni Kroos, der zuletzt Antibiotika nehmen musste und daher nicht voll bei Kräften war. "Ich komme immer besser in Tritt", sagte Schweinsteiger. Muss er auch. Denn vor den entscheidenden Wochen in Champions League und Pokal – die Meisterschaft ist längst entschieden – ist Guardiola nun als Moderator gefragt, um Müller, Kroos und Kollegen bei Laune zu halten.

Außerdem hat Bayern ein Elfmeterproblem: Nach fünf Patzern bei den jüngsten acht Strafstößen in der Champions League muss wieder einmal ein neuer Schütze gefunden werden. Auch David Alaba hatte im Hinspiel in London verschossen.

Erstellt am 12.03.2014