Späte Tore bei Austria gegen Sturm

REUTERSAustria Wiens Roland Linz celebrates after scoring against Sturm Graz during their Austrian league soccer match in Vienna March 24, 2012.       REUTERS/Christian Hofer (AUSTRIA - Tags: SPORT SOCCER)
Foto: REUTERS Roland Linz war der Sieger des Unentschiedens in Wien.

Die Austria sieht nach einem Linz-Tor wie der sichere Sieger aus – ehe Sturm in der 95. Minute doch noch ausgleicht.

Wenn einem schon das Wasser bis zum Hals steht, dann muss man mit erhobenem Haupt durch das Leben gehen, um bei Atem zu bleiben.

Ivica Vastic hatte in den Tagen nach der Pleite von Mattersburg versucht, die hängenden Köpfe seiner Spieler wieder aufzurichten. Immerhin war gegen seine alte Liebe Sturm Graz ein Sieg Pflicht, wollte man nicht größere Unruhen im und rund um den Verein auslösen. Mit dem 1:1 ist die erhoffte Erlösung nicht ganz gelungen.

Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, dann greift man sogar auf den bisher auf die Tribüne verbannten Roland Linz als Joker zurück. Frei von der Leber weg spielte die Austria zwar nicht, aber sie versuchte von Beginn an, das Geschehen zu kontrollieren. Die Wiener forcierten nicht wie zuletzt das Spiel in die Breite, man schlug auffallend gehäuft Laufwege in die Tiefe ein.

Die Austria wirkte präsenter, bei Sturm lief zunächst nicht viel zusammen, die Grazer verloren zu viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Nur einmal überraschten die Gäste den Gegner, als Stürmer Szabics unbedrängt mit einem Drehschuss an Austria-Goalie Lindner scheiterte. Die wirklich guten Chancen der Wiener waren ebenfalls überschaubar, Dilaver vergab mit einem Kopfball über die Latte, Kienast köpfelte aus kurzer Distanz Gratzei an.

Dauerdruck

Ein vermeintliches Handspiel von Popchadze im Strafraum sorgte zwischenzeitlich für Aufregung, Schiedsrichter Gangl sah aber keinen Grund, Elfmeter zu pfeifen. Die Austria drängte Sturm in die Defensive, die Führung der Wiener schien nur eine Frage der Zeit.

Kienast hatte sie auf dem Fuß, doch er jagte die schwer zu übernehmende Liendl-Flanke auf die Ost­tribüne. Nur kurz versetzte umgekehrt Sturms Dudic die Austria in Schock, seinen Kopfball hielt Lindner. Austria-Trainer Ivica Vastic warf in der Schlussphase alles nach vorne, brachte mit Liendl, Jun und Linz drei Offensivgeister.

Bauchgefühl

Und eben dieser Linz schrieb sein persönliches Märchen: In der 82. Minute scheiterte er noch an Sturm-Goalie Christian Gratzei, sieben Minuten später fälschte er einen Kopfball von Jun mit dem Bauch unhaltbar für Gratzei ab.

Das Märchen hatte dennoch kein Happy End, da Weber mit einem Heber in der 95. Minute doch noch zum 1:1 traf.

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(kurier / Alexander Strecha, Harald Ottawa ) Erstellt am
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