Weltmeister 2014: Schweinsteiger (li.) wechselt zu Chicago, Podolski hört im Team auf.

© REUTERS/EDDIE KEOGH

Ende einer Ära
03/22/2017

Schweini & Poldi: Abschied von der großen Bühne

Schweinsteigers Karriere endet in Chicago, Podolski stürmt zum letzten Mal für Deutschland.

2006 wurden sie zu den Poster-Boys der neuen deutschen Welle: Nach bleiernen Jahren mit ungewohnten Tiefschlägen für das DFB-Team sorgten Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski für neuen Schwung. Bei der Heim-WM gelang mit erfrischendem Fußball und sympathischen Auftritten die Wende.

"Schweini & Poldi" führten Deutschland auf Rang drei und zu neuem Selbstvertrauen, sie waren die passende Antwort auf den Rumpel-Fußball. 2014 gelang der gemeinsame Triumph mit dem WM-Titel in Brasilien. Schweinsteiger ging als Mittelfeldstratege voran, Podolski war als Joker und Entertainer auch noch wichtig für das Team von Joachim Löw.

Elf Jahre nach dem Durchbruch nimmt der "große Fußball" Abschied von Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski. Wieder im Doppelpack. Der aus der Nationalmannschaft bereits zurückgetretene Schweinsteiger verkündete seinen Abschied von Manchester United und lässt seine Karriere bei Chicago in den USA ausklingen. Freund Podolski läuft am Mittwoch gegen Erzrivale England (20.45 Uhr) ein letztes Mal im DFB-Dress ein und darf sogar die Kapitänsschleife tragen.

Nr. 3 in Deutschland

"Sensationell", jubelte der 31-jährige Kölner über die Geste von Löw. "Da kann man nur Danke sagen." Löw meint: "Es wird sicherlich ein schöner, aber auch ein trauriger Moment. Lukas und ich sind einen langen Weg zusammen gegangen, über viele Hürden hinweg." Aufhören wird der gebürtige Pole aber nur im Team.

Der Offensivspieler wechselt im Sommer von Galatasaray Istanbul nach Japan zu Vissel Kobe. Mit 130 Spielen und (zumindest) 48 Toren geht Podolski als Nummer drei in der DFB-Historie, lediglich hinter Matthäus und Klose. Gleich darauf folgt als Nummer vier – wer sonst? – Schweinsteiger, der auf 121 Partien kam.

Letzte Ausfahrt USA

Bei Manchester und Coach Mourinho kam der 32-Jährige kaum noch zum Spielen. In einer Video-Botschaft an die United-Fans gab sich der Ex-Bayern-Star durchaus selbstkritisch: "Ich wünschte, ich hätte mehr für euch tun können. Aber nun war es an der Zeit für mich, etwas zu ändern." Insgesamt nur 134 Spielminuten seit Saisonbeginn gewährte Mourinho dem vermeintlichen Führungsspieler.

"Manchester hätte ihn sicher noch gebrauchen können", vermutet Löw, der Schweinsteiger in Chicago freilich gut aufgehoben sieht: "Er fühlt sich wohl in einer großen Stadt, wo er auch untertauchen kann."

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