Schöttels Pläne für Rapid

APA/MARKUS LEODOLTERAPA7022650-2 - 25022012 - GRAZ - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT SI - Tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen SK Puntigamer Sturm Graz und SK Rapid Wien am Samstag, 25. Februar 2012, in Graz. Im Bild SK Rapid Wien-Trainer Peter Schöttel. APA-FOTO:
Foto: APA/MARKUS LEODOLTER Peter Schöttel will jungen Talenten eine Chance geben.

Rapid-Trainer Peter Schöttel spricht nach dem 3:0 gegen Kapfenberg von einer Mission, die noch lange nicht endet.

Noch vor einigen Jahren waren die Legionäre in der Mehrheit. Auf dem Feld – und auch auf den Trainerbänken. Mittlerweile werden nur noch drei Bundesligisten von Ausländern trainiert, während fünf der zehn heiß umkämpften Top-Jobs an Vertreter einer einzigen Generation vergeben sind.

Die "98er", die sich mit Österreich letztmals für die WM (in Frankreich) qualifizieren konnten, haben sich auch im zweiten Bildungsweg durchgesetzt. Tagtäglich steht als Rapid-Trainer naturgemäß Peter Schöttel im Fokus, der in den nächsten Wochen auf die Verletzten Trimmel und Schimpelsberger verzichten muss. Wie schlägt sich der 44-Jährige, der sein Leben lang nur für Rapid verteidigt hat?

Seine erste Aufgabe im Sommer war es, die wackelige Defensive, mit der die Europacup-Qualifikation verpasst wurde, zu stabilisieren. Das Ziel wurde erreicht: Rapid bekommt die wenigsten Tore, mit Innsbrucks Harald Pichler gelang ein unerwarteter Top-Transfer.

Nachschub von den Amateuren

Im Winter wurden mit Lukas Grozurek und Dominik Wydra die stärksten Amateure integriert: "Die Talente sollen spüren, dass sie Chancen bekommen. Sonst macht die ganze Ausbildung ja keinen Sinn", meint Schöttel, der Grozurek in den letzten beiden Spielen von Beginn an eingesetzt hat. Der 20-jährige Flügel bedankte sich mit einem Solo über 70 Meter vor dem Führungstreffer beim 3:0 gegen Kapfenberg.

Wydra durfte an seinem 18. Geburtstag debütieren. Amateure-Coach Zoran Barisic plant mit Schöttel bereits den Nachschub für Sommer. Die Talente Behrendt, 20, Dobras, 19, und Schaub, 17, haben die besten Chancen.

 

Umbau

Kritik musste der Rekord-Rapidler bisher für das nicht effiziente Offensivspiel einstecken. Rapid durfte nach dem 1:0 in Minute 45 durch Deni Alar ("Das war eine Erlösung für mich") im siebenten Spiel 2012 erstmals vor der Pause jubeln.

"Wir haben die meisten Chancen, bisher aber eine miserable Trefferquote", sagt Schöttel und erklärt, wie die Offensive den hohen Ansprüchen in Hütteldorf genügen soll: "Am Ende unserer Mission soll ein variables System stehen, in dem die Offensiven dauernd rotieren. Burgstaller, Alar und Grozurek können das schon."

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(kurier) Erstellt am
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