Sport | Fußball
09.12.2011

Schlager Sturm - Austria

Das Liga-Mittelfeld ist nicht genug: Die Steirer möchten sich gegen den FAK aus der vermeintlichen Krise spielen.

Klassiker? Zumindest die Statistik für den Schlager Sturm Graz gegen Austria (Samstag, 18.30 Uhr, live Sky) verspricht Spannung: Sturm ist die beste Heimmannschaft der Saison, Austria führt nach Verlustpunkten die Liga-Auswärtstabelle an.

Dennoch: Die Grazer, die auf den angeschlagenen Jürgen Säumel (Unterschenkelprobleme) verzichten müssen, liegen derzeit nur auf Platz sechs, die Austria hat von den jüngsten sieben Partien nur eine gewonnen. Von einer Krise mag Sturms Roman Kienast nicht sprechen. "Auswärts hat es heuer noch nicht geklappt. Die Doppelbelastung mit dem Europacup haben wir gespürt, das soll aber keine Ausrede sein", sagt der Stürmer, der im Herbst noch nicht so recht auf Touren kam. "Es war für mich wie verhext. Nach dem Mittelfußknochenbruch kam mit einer Magen-Darm-Grippe der nächste Dämpfer. Im Frühjahr möchte ich noch einmal durchstarten."

Abschied

Wenn es mit den Leistungen klappt, wird es sein letzter Frühling im Dress der Grazer sein, sein Vertrag endet im Sommer. "Ich möchte noch einmal ins Ausland, es ist meine letzte Chance." Ein Freiticket wird der 27-Jährige nicht bekommen. "Natürlich müssen die Leistungen noch besser werden." Vielleicht kommt die Austria gerade recht: "Wir haben Rapid und Salzburg zu Hause besiegt und können auch die Austria schlagen."

Die Wiener müssen die komplette Innenverteidigung ersetzen, Wallner und Dilaver sollen für die verletzten Margreitter und Ortlechner einspringen. Im Angriff ist noch offen, ob Roland Linz wie zuletzt gegen Mattersburg von Beginn an stürmen darf. Er hofft auf die Statistik: "Auswärts ist es für uns leichter, weil der Gegner mehr für das Spiel machen muss. Das wird Sturm auf alle Fälle tun."

Manuel Wallner freut sich auf seinen zweiten Auftritt von Beginn an: "Ich habe gewusst, meine Chance kommt. Man kann nicht immer nur Pech haben, wenn man hart dafür arbeitet, dann kommt alles zurück. Ich übernehme jetzt gern Verantwortung." Trainer Karl Daxbacher vertraut ihm: "Er hatte sicher keine leichte Zeit, aber er hat zuletzt gut gespielt."