Sport | Fußball 05.12.2011

Schimpf und Schande auf der Gugl

Beim 3:2-Auswärtserfolg des WAC/St. Andrä in Linz verliert Coach Nenad Bjelica komplett die Nerven.

Als Fußballer war Nenad Bjelica unbestritten ein Mann mit Qualität. Bei Betis Sevilla in Spanien oder beim 1. FC Kaiserslautern in Deutschland ließ der Kroate seine Klasse aufblitzen. Auch als Trainer ist der Ex-Internationale, der erst am Samstag seinen 40. Geburtstag feierte, erfolgreich.

Sein Team WAC/St. Andrä gewann am Montag das Spitzenspiel in Österreichs zweithöchster Spielklasse gegen den LASK auswärts mit 3:2 und liegt in der Tabelle weiter in Führung. Der sportliche Ausgang der Partie geriet allerdings völlig in den Hintergrund, weil Bjelica die Contenance verlor.

Es war die 30. Minute angebrochen auf der Linzer Gugl. Dem LASK wurde von Referee Hirschbichler soeben ein umstrittener Elfmeter zugesprochen. Wild gestikulierend und schimpfend wurde Bjelica auf die Tribüne verwiesen. Vergessen hatte er, dass sein Team zuvor nur durch ein klares Abseitstor mit 1:0 in Führung gegangen war. "Alles musst du kaufen", brüllte Bjelica in Richtung LASK-Coach Walter Schachner. Der war sichtlich erzürnt. "So ein Trainer hat bei uns nichts verloren."

"Er hat mich falsch verstanden", entgegnete Bjelica. "Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut. Und mein Blut war heute auf 200." Auch in der zweiten Hälfte. In der 66. Minute wurde dem LASK abermals ein umstrittener Strafstoß zugesprochen. Die Gestiken, die der Kroate nun von der Tribüne aus zum Besten gab, waren mit einem Griff in die Genitalien und ausgestrecktem Mittelfinger unmissverständlich. Auf die Höhe der Geldbuße, die der Trainer entrichten wird müssen, darf man gespannt sein.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011