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15.03.2016

Alessandro Schöpf: Das ist der Neue in Kollers Kader

Der Ötztaler schaffte als einziger Neuling den Sprung in die ÖFB-Auswahl.

"Wir kennen diese Jungs. Wenn sich keiner verletzt und die Leistung stimmt, wird’s eng für andere." Marcel Koller (alles zu seiner Vertragsverlängerung hier) sprach aus, was seine Spieler gerne hören und lesen werden. Wie zu erwarten gibt es auch im Kader für die beiden Länderspiele gegen Albanien (26. März) und die Türkei (29. März) keine Überraschungen. Einer, dem man die Beförderung zutrauen musste, hat den engen Türspalt zum A-Team aber durchschritten:

Alessandro Schöpf.

Der Tiroler ist der einzige Neue im Kader, in dem außer Austria-Torhüter Robert Almer ausschließlich Legionäre stehen. " Schöpf ist ein hervorragender Spieler, den ich schon länger beobachte. Das hat schon bei den Bayern Amateuren begonnen", erzählte Koller. Persönliches Gespräch mit dem 22-Jährigen hat es noch keines gegeben.

Der Teamchef hebt vor allem die Vielseitigkeit des Debütanten hervor. "Er kann auf der Sechser-Position, auf beiden Flügeln offensiv oder auch hinter der Sturmspitze spielen. Wir wollen es mit ihm auch im Mittelfeld-Zentrum versuchen." Schöpf hat also vorerst den vierten Platz im zentralen Mittelfeld hinter Alaba, Baumgartlinger und Ilsanker geerbt, um den sich in den letzten Jahren Spieler wie Christoph Leitgeb, Veli Kavlak, Stefan Schwab oder auch Robert Gucher bemüht haben. "Schöpf ist technisch gut, hat ein gutes Auge und viel Spielintelligenz", lobt Koller. "Ich freue mich, ihn jetzt persönlich kennenzulernen."

Karrieresprung

Der Ötztaler Schöpf wechselte als 15-Jähriger in den Bayern-Nachwuchs und machte im Winter den entscheidenden Karrieresprung, als Schalke ihn für fünf Millionen Euro Ablöse von Zweitligist Nürnberg loseiste. Da er beim Topklub auf Anhieb Spielpraxis bekam und als jeweils zweifacher Torschütze und Assistgeber in Erscheinung trat, überrascht seine Einberufung nicht.

Bei Schalke kam er zuletzt am rechten Flügel zum Einsatz. "Meine Lieblingsposition ist im Zentrum hinter den Spitzen, weil ich mich gerne zwischen den Ketten (Abwehrkette und Mittelfeld, Anm.) bewege und dort meine Stärken am besten zur Geltung bringe", sagt der 1,78 Meter große Schöpf.

Der Kader

Tor: Robert Almer (Austria Wien/26 Länderspiele), Heinz Lindner (Eintracht Frankfurt/7), Ramazan Özcan ( FC Ingolstadt/5)

Abwehr: Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew/43/1 Tor), Christian Fuchs (Leicester City/72/1), György Garics (SV Darmstadt/40/2), Martin Hinteregger (Borussia Mönchengladbach/10/0), Florian Klein ( VfB Stuttgart/33/0), Sebastian Prödl (FC Watford/55/4), Markus Suttner ( FC Ingolstadt/14/0), Kevin Wimmer (Tottenham Hotspur/2/0)

Mittelfeld: David Alaba (Bayern München/42/11), Marko Arnautovic (Stoke City/48/10), Julian Baumgartlinger (1. FSV Mainz/42/1), Martin Harnik ( VfB Stuttgart/55/13), Stefan Ilsanker (RB Leipzig/12/0), Jakob Jantscher (FC Luzern/20/1), Zlatko Junuzovic (Werder Bremen/44/6), Marcel Sabitzer (RB Leipzig/16/3), Alessandro Schöpf (Schalke 04/0)

Angriff: Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt/7/0), Rubin Okotie (1860 München/14/2), Marc Janko (FC Basel/50/25)

Auf Abruf: Daniel Bachmann (Stoke City/0) - Michael Madl (Fulham FC/0), Emanuel Pogatetz (Union Berlin/61/2), Stefan Stangl (Rapid Wien/0), Christopher Trimmel (Union Berlin/3/0), Andreas Ulmer (RB Salzburg/3/0) - Guido Burgstaller (1. FC Nürnberg/7/0), Florian Grillitsch (Werder Bremen/0), Andreas Ivanschitz (Seattle Sounders/69/12), Florian Kainz (Rapid Wien/0), Veli Kavlak (Besiktas Istanbul/31/1), Valentino Lazaro (RB Salzburg/4/0), Yasin Pehlivan (RB Salzburg, 17/0), Philipp Schobesberger (Rapid Wien/0) - Michael Gregoritsch (Hamburger SV/0), Karim Onisiwo (1. FSV Mainz/1/0)