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Sport Fußball
05/09/2012

Salzburgs Warten auf die große Feier

Salzburg könnte am Donnerstag als Meister feststehen, allerdings erst zwei Stunden nach dem Ende des Spiels gegen Kapfenberg.

von Stephan Blumenschein

Es ist wohl der Traum eines jeden Fußballers: mit einem Sieg im eigenen Stadion Meister werden und unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit den eigenen Fans den Erfolg feiern. Den Salzburgern wird dies wie schon 2007, 2009 und 2010 auch diese Saison verwehrt bleiben, sollte bereits heute der Meistertitel 2012, der siebente insgesamt und vierte in der Ära Red Bull, geholt werden.

Die Chancen stehen gut: Ein Heimsieg gegen Kapfenberg würde reichen, sollte Rapid in Mattersburg nicht gewinnen. Eine perfekte Feier verhindern allerdings die Beginnzeiten der beiden Spiele. Während das Salzburg-Spiel schon um 18.30 Uhr angepfiffen wird, beginnt die Rapid-Partie erst zwei Stunden später.

Für die Salzburger Spieler und ihre Fans ist also Warten angesagt. Damit dies nicht so fad ist, hat sich der Verein etwas einfallen lassen: Im Fanpark bei der Red-Bull-Arena wird es ein Public Viewing geben. Die Spieler werden geschlossen bleiben, um im Fall der Fälle mit den Fans ordentlich feiern zu können.

Dies wäre übrigens nicht die erste kuriose Meisterfeier in der Ära Red Bull. Ein Rückblick ...

2007 In der ersten Saison unter Startrainer Giovanni Trapattoni waren die Salzburger so überlegen, dass ein Remis reichte, um bereits fünf Runden vor Schluss als Meister festzustehen.

Die Euphorie hielt sich nach einem 2:2 gegen die Austria in der Red-Bull-Arena in Grenzen, weil der Titel sowieso nur eine Frage der Zeit war. Den Meisterteller gab es auch erst drei Wochen später – nach einem 3:1 im letzten Saisonspiel gegen Rapid wurde zunächst im Stadion und danach in der Salzburger Innenstadt gefeiert.

2009 In der einzigen Saison unter Trainer Co Adriaanse fixierten die Salzburger in der drittletzten Runde den Titel. Oder besser gesagt: Ried fixierte diesen für Salzburg. Denn nach einem 2:1 gegen den LASK mussten die Salzburger am Tag danach den Riedern im Heimspiel gegen Rapid die Daumen drücken.

Ein Großteil der Mannschaft und die treuesten Fans jubelten nach dem 3:0 der Innviertler bei einem improvisierten Public Viewing im VIP-Club der Red-Bull-Arena. Die offizielle Meisterfeier zwei Wochen später verpatzten die Salzburger mit einer 1:4-Heimpleite gegen Absteiger Altach.

2010 Im ersten Jahr unter Trainer Huub Stevens hätte es die perfekte Meisterfeier fast gegeben. In der vorletzten Runde feierten über 20.000 Salzburg-Fans enthusiastisch, nachdem Rabiu Afolabi in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich gegen Verfolger Austria erzielt hatte. Doch der Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung nicht – eine umstrittene Entscheidung.

Die Titelentscheidung wurde um fünf Tage verschoben. In Graz ließen die Salzburger mit einem 2:0 gegen Sturm nichts anbrennen und feierten mit 2000 mitgereisten Fans den bisher letzten Titelgewinn.

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