Jonatan Soriano fehlt nach seinen beiden Treffern gegen die Admira nur mehr ein Tor auf den Hunderter in der Bundesliga.

© REUTERS/ANTONIO BRONIC

Bundesliga
10/18/2015

Ein Kantersieg für die Historie

Salzburgs 8:0 war der höchste Ligasieg von Red Bull und die höchste Ligapleite der Admira.

von Stephan Blumenschein

Ernst Baumeister fühlte sich in seiner Meinung bestätigt: "Ich habe schon nach dem 2:2 zu Saisonbeginn in der Südstadt gesagt: 'Ich bin froh, dass wir Salzburg jetzt erwischt haben. Wenn die einmal eingespielt sind, ist die Mannschaft wieder sehr stark'. Das zeigt sie jetzt", erinnerte der Admira-Trainer nach der 0:8-Blamage des Überraschungsteams in der Red-Bull-Arena an seine Aussagen aus dem Sommer.

"Es ist nicht lustig, 0:8 zu verlieren", kommentierte Baumeister die Rekordpleite der Südstädter in der obersten Bundesliga, der die Admira von 1974 bis 1997 und von 2000 bis 2006 angehörten und seit 2011 wieder angehört. Es waren bittere 60 Minuten, die Baumeister von und vor der Trainerbank mitansehen musste. Denn in der ersten halben Stunde hatte die Admira gezeigt, warum bisher alle Gegner mit ihr so große Probleme hatte.

"Wir haben die ersten 30 Minuten offen gestaltet. Nach dem 1:0 haben wir den Fehler gemacht, dass wir die Flucht nach vorne ergriffen haben", meinte Admiras Coach. Auch sein Gegenüber sah das ähnlich: "Die Anfangsphase war nicht so gut. Der Gegner hat das aber auch geschickt gespielt. Wir hatten prekäre Situationen zu überstehen", meinte Peter Zeidler.

Unumstrittener Trainer

Salzburgs Trainer wusste, was letztlich die Partie zu einem doppelt historischen Spiel machen sollte, denn mit dem 8:0 haben die Salzburger den höchsten Bundesligasieg des Klubs (8:0 gegen Grödig im Sommer 2014) egalisiert: "Das 1:0 war ein Knackpunkt, das 2:0 kurz vor dem Pause ist zum richtigen Zeitpunkt gefallen", meinte der Deutsche, der längst nicht mehr umstritten ist wie noch nach dem verpatzten Saisonstart.

Denn was nach dem Wechsel folgte, ähnelte den erfolgreichsten Zeiten in der Ära Red Bull unter Zeidlers Landsmann Roger Schmidt. "Da lacht das Fußballherz. Es war eine extreme Spielfreude und eine Begeisterung zu sehen, die Bälle zu erobern", meinte Zeidler. Und auch Baumeister verneigte sich vor dem Gegner: "In der zweiten Halbzeit hat Red Bull gezeigt, welche Klasse diese Mannschaft hat."

Salzburg ist nun schon zehn Bundesliga-Spiele ungeschlagen, die letzten drei Partien wurden gewonnen, in diesen gegen Mattersburg, Rapid und Admira 14 Treffer erzielt. Die Torfabrik der Liga hat also wieder die Arbeit aufgenommen. Es wird interessant sein, ob ein Konkurrent Red Bull diese Saison noch einmal bremsen kann.

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