Sport | Fußball 11.03.2012

Salzburg stürzt Rapid von der Spitze

Salzburg löst durch einen verdienten 3:1-Erfolg im direkten Duell vor 19.500 Zuschauern Rapid als Leader ab.

Es war ein Segen für die große Rapid-Familie, das längst legendäre 7:0 am Ostersonntag 2008 beim Klassenfeind aus Salzburg. Doch der Triumph sollte zugleich zum Fluch werden.

Seitdem – und das sind mittlerweile fast vier Jahre – konnten die Rapidler in der Red-Bull-Arena nicht mehr gewinnen. Am Samstag verlor Rapid im achten Versuch nicht nur 1:3, sondern auch Platz eins.

Der Schlager hatte fulminant begonnen. Der Salzburger Cristiano hatte schon nach wenigen Sekunden eine Topchance auf dem Fuß. Doch bald war klar, dass das Duell Zweiter gegen Erster doch nur ein normales Bundesliga-Spiel sein würde.

Paarlaufen

Das Tempo war okay, der Einsatz und die Laufbereitschaft ebenfalls. Aber das gewisse Etwas fehlte zunächst doch, wohl weil sich mit Mendes (Salzburg) und Hofmann (Rapid) die beiden wichtigsten Akteure ihrer Klubs für die Spielgestaltung gegenseitig neutralisierten.

Erst nach über 30 weniger aufregenden Minuten sorgte eine Entscheidung von Schiedsrichter Eisner für Aufregung. Er gab Elfmeter nach einem Handspiel von Heikkinen. Der steirische Unparteiische hatte auch schon bei der letzten Rapid-Pleite Anfang Oktober 2011 gegen die Admira bei einer ähnlichen Aktion von Burgstaller auf einen ebenfalls harten, aber regelkonformen Strafstoß entschieden. Mendes ließ sich die Chance nicht entgehen – 1:0 (32.).

Rapid wirkte vom ersten Gegentreffer des Jahres 2012 geschockt. Erst nach dem Wechsel nahmen die Wiener wieder am Spiel teil. Da auch die Salzburger nur mehr darauf bedacht waren, nicht den Ausgleich zu bekommen, war der Schlager wieder langweilig.

Eine Chance gab es erst wieder in der 67. Minute: Der Salzburger Jantscher schoss knapp daneben. Rapid blieb im Spiel und kam ohne Torchance zum Ausgleich: Ein Hofmann-Freistoß ging ins Tor, wohl auch, weil Walke von zwei Wienern, von denen Sonnleitner im wohl nicht strafbaren Abseits stand, irritiert wurde. Der Salzburg-Keeper reagierte jedenfalls überhaupt nicht – 1:1 (74.).

Das Spiel wogte nun hin und her – mit dem besseren Ende für Salzburg: Jantscher verwertete einen weiten Abschlag (86.). Heikkinen traf dann auch noch ins eigene Tor zum Endstand (94.).

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( Kurier ) Erstellt am 11.03.2012