Sport | Fußball
04.03.2013

Salzburg auf Formsuche

Das 3:1 gegen Wr. Neustadt offenbarte große Schwächen bei den Bullen.

Es war ein schmutziger Sieg!" Salzburg-Trainer Roger Schmidt brachte es auf den Punkt. Das 3:1 gegen das personell extrem geschwächte Schlusslicht Wiener Neustadt war alles andere als die erwartete Kampfansage.

Der Meister stolperte zu einem Heimsieg, der zwar die Chance auf die Titelverteidigung bewahrte, aber der Hoffnung einen Dämpfer verpasste.

Was ist mit den Salzburgern los? Schon beim 3:3 gegen Rapid wurden Schwächen offenbart, von denen man glaubte, dass sie eigentlich durch die vielen Neuzugänge behoben worden wären.

Eines ist unübersehbar: Die Abstimmung zwischen Offensive und Defensive passt nicht. Es scheint, als hätten die Salzburger nicht eine, sondern zwei Mannschaften auf dem Spielfeld.

"Wir haben in den letzten drei Wochen unsere spielerische Leichtigkeit verloren", resümierte Schmidt. Die Gründe für die Startschwierigkeiten in die Frühjahrssaison seien vielschichtig: die vielen Ausfälle, die unfreiwilligen Spielpausen, der selbst auferlegte Erfolgsdruck, die fehlende Routine etc, etc.

Alte Muster

"Die Spieler fallen momentan zu oft zurück in alte Muster", sagte Schmidt und meint damit wohl, dass zu viel mit dem Ball und zu wenig ohne Ball gelaufen wird. Damit funktioniert das angepeilte schnelle Umschaltspiel überhaupt nicht. "Wir spielen viel zu viel quer und zu selten in die Tiefe, wie es unser Spiel sein sollte."

Es offenbarte sich auch einmal mehr der individuelle Klasseunterschied zwischen Defensive und Offensive. Gerade gegen tief stehende Teams fehlen die Spieler, die von hinten schnell und präzise herausspielen können. Mendes da Silva konnte dies, aber er ist nicht mehr in Salzburg.

Rodnei kann dies, aber der Brasilianer ist praktisch immer verletzt. Bisher konnte er nur drei Bundesliga-Spiele durchspielen. Diese brachten drei klare Siege ohne Gegentor (5:0 gegen Admira, 3:0 in Wiener Neustadt, 2:0 gegen Innsbruck).

Tabelle