Salzburg 1:1 in Innsbruck

Spielszene aus Innsbruck - Salzburg.
Foto: APA/ROBERT PARIGGER Spielfreudig, souverän und trotzdem nicht Sieger: Salzburg am Innsbrucker Tivoli.

Die Bullen waren am Tivoli in allen Belangen die bessere Mannschaft, zum Sieg hat es dennoch nicht gereicht.

Es wäre langsam höchst an der Zeit, beim FC Wacker aus Innsbruck ernsthaft über eine Namensänderung nachzudenken. FC Acker würde sich da zum Beispiel anbieten – als Tribut an den braunen, sandigen, holprigen Rasenboden im Tivolistadion, um den sogar hungrige Kühe einen großen Bogen machen würden. "Ich hab’ geglaubt, das ist der Parkplatz", mutmaßte Sky -Experte Andreas Herzog.

Umso erstaunlicher daher wie gut und sicher der Ball bei den Salzburgern auf diesem Acker lief. Die Gäste, die im Frühjahr bislang nicht unbedingt für ihren Spielwitz bekannt waren, kombinierten und stürmten mit einer selten gesehenen Spielfreude und Souveränität. Nach 30 Minuten wies die Statistik bereits zehn Salzburger Torschüsse auf, der einzige Vorwurf, den sich die Elf gefallen lassen musste: Sie gingen leichtfertig, teilweise richtig schusselig (Soriano) mit den Chancen um.

Abgefälscht

Zur hochverdienten Führung brauchte es ein halbes Eigentor. Wacker-Abwehrchef Inaki Bea fälschte mit der Hand einen harmlosen Jantscher-Schuss unhaltbar ab – 0:1 (32.). Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Innsbrucker wie gelähmt von der Salzburger Offensive, weshalb Wacker-Trainer Kogler vor den Augen von Ski-Herren-Coach Berthold ("ich bin auf Seiten der Salzburger") noch vor der Pause einen Doppeltausch vornahm.

Die Reaktion: Die ersten Kogler-Raus-Rufe, die von einer Sekunde auf die andere in Jubel umschlugen. Denn Hausers Fernschuss der Sorte Verzweiflungstat flog über Goalie Walke zum unerwarteten 1:1 ins Tor (42.).

Der Ausgleich sollte nichts an der Dominanz der Gäste ändern. Aber auch die Ladehemmung nahmen sie in die zweite Halbzeit mit: Einerseits verzweifelten die Salzburger am exzellenten Innsbrucker Tormann Egger, andererseits agierten sie vor dem Tor erschreckend inkonsequent, geradezu fahrlässig. Die Chancen hätten gleich für mehrere Kantersiege gereicht.

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(kurier) Erstellt am
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