Mann des Spiels: Sadio Mane.

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Salzburger Derby
10/27/2013

Sadio Mane machte den Unterschied

Der Senegalese schoss alle drei Salzburger Treffer beim 3:0-Sieg in Grödig.

Nun sind die Salzburger schon 32 Bundesligaspiele ungeschlagen. Aber so große Probleme wie Sonntagabend im Salzburger Derby in Grödig hatte der überlegene Tabellenführer seit der letzten Niederlage, einem 1:3 im November 2012 in Ried, in der österreichischen Liga in keinem einzigen Spiel.

Der 3:0-Erfolg fällt ganz klar in die Kategorie „Glücklich“. Denn der Sensations-Aufsteiger war über die gesamten 90 Minuten ein ebenbürtiger Gegner, der einzige Unterschied zwischen den beiden Teams war die Effizienz beim Verwerten der Tormöglichkeiten.

Symptomatisch für das gesamte Spiel sollte die 3. Minute werden: Der Grödiger Salamon schafft das Kunststück aus fünf Metern über das leere Tor zu schießen.

Die Salzburger machten es besser. Oder besser gesagt Mane machte es besser. Der Senegalese avancierte mit drei Treffern zum Matchwinner der Salzburger.

Zunächst enteilt er nach einem Traumpass dem Grödiger Potzmann, dessen Tackling den Senegalesen nicht aus der Ruhe bringt. Mane schiebt den Ball vorbei an Keeper Stankovic ins Tor zur 1:0-Pausenführung für Salzburg (40.).

Zehn Minuten nach der Pause taucht der Flügelspieler erneut alleine vor Stankovic auf, dieses Mal nach einem Traumpass von Soriano. Und wieder gewinnt er das Duell gegen den Grödiger Keeper und stellt auf 2:0.

Das Spiel war entschieden, auch weil Salamon bei seiner zweiten Chance Pech hatte. Dieses Mal traf er mit einem Volleyschuss aber immerhin die Latte und nicht die Leere (63.).

Ein Salzburger hatte einen besseren Tag erwischt als der Grödiger: Mane nützte in der Nachspielzeit auch seine dritte Chance und stellt den 3:0-Endstand her.

Nach dem neunten Sieg hat Salzburg zehn Punkte Vorsprung auf Ried.

Ergebnis und Tabelle

SV Grödig - Red Bull Salzburg 0:3 (0:1)
Untersberg-Arena, 4.638 (ausverkauft), SR Harkam.

Tore:
0:1 (40.) Mane
0:2 (55.) Mane
0:3 (91.) Mane

Grödig: Stankovic - Potzmann, Cabrera, Taboga, Zündel - M. Leitgeb, Tschernegg (78. Nutz) - Boller, Elsneg (59. Sigurdsson), Salamon (73. Huspek) - Zulechner

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer – Kampl (86. Svento), Ilsanker, C. Leitgeb (75. Berisha), Mane - Alan, Soriano (62. Schiemer)

Rote Karte: Teigl (96./Kritik, Salzburg)

Gelb-Rote Karte: Cabrera (95./Foulspiel, Grödig)

Gelbe Karten: Cabrera, Taboga, Potzmann, Boller, M. Leitgeb bzw. Schiemer, Alan, Mane

Die Besten: Stankovic, Boller, Tschernegg bzw. Gulacsi, Mane, C. Leitgeb

Tabelle

Eklat bei Pressekonferenz

Das Salzburger Derby ließ die Emotionen nicht nur auf dem Feld, sondern auch nach dem Spiel hochgehen. Salzburg-Coach Roger Schmidt verließ die Pressekonferenz wutentbrannt, weil er sich von Grödig-Coch Adi Hütter offenbar beleidigt fühlte. Nach einem bereits hitzigen Wortwechsel zwischen den beiden Coaches sowie zwischen Schmidt und Grödigs Ehrenpräsident Anton Haas direkt nach dem Schlusspfiff, hatte Hütter dem Deutschen gleich in seinem Eingangsstatement "Überheblichkeit" und "fehlenden Respekt" vorgeworfen.

"Dieses Benehmen gehört sich nicht für einen Spitzenverein", sagte Hütter vor der Presse. Schmidt stand darauf auf und schlug die Tür mit einem lauten Knall zu.

Zuvor meinte Schmidt zum Spiel befragt: "Es war ein sehr gutes Derby. Wir sind auf einen hoch motivierten Gegner getroffen. Deshalb haben wir auch schwer ins Spiel gefunden. Im Laufe des Spiels ist das dann besser geworden. Wir sind in der Defensive gut gestanden, haben wunderschöne drei Tore gemacht und hochverdient gewonnen."

Hütter meinte: "Es hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt."

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