Sport | Fußball
05.12.2011

Ruttensteiner: "Habe genaue Vorstellungen"

Der ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner hofft in der Teamchef-Frage auf eine optimale Lösung und will noch keine Namen nennen.

Bundesliga-Präsident Hans Rinner geht davon aus, das ÖFB-Präsident Leo Windtner auf der Suche nach einem neuen Teamchef auch seinen Technischen Direktor im Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB), Willi Ruttensteiner, zur Rate ziehen wird. "Ich bin diesbezüglich zwar noch nicht gefragt worden, aber ich wäre grundsätzlich nicht überrascht. Das wäre normal", sagte Ruttensteiner.

Der Sportdirektor wäre für den Fall der Anfrage jedenfalls vorbereitet. "Ich habe ganz genaue Vorstellungen. Ich war sechs Jahre U21-Teamchef und kenne die Anforderungen. Wir müssen gut vorbereitet sein, um die Situation zu bewältigen. Ich denke, dass man die optimale Lösung anstreben sollte", meinte der 48-Jährige. Der Nachfolger Didi Constantinis sollte zur Mannschaft und den Strukturen passen.

"Kenne Pezzaiuoli nicht"

Ob ein Ausländer oder ein Österreicher die Nachfolge von Constantini antreten soll, ist nach Meinung Ruttensteiners eine Sache, mit der man sich intensiv beschäftigen müsse. Er hütet sich davor, in der Öffentlichkeit Namen kundzutun, die seinen Vorstellungen entsprechen. "Das ist nicht mein Stil", merkte er dazu an. Er dementierte vehement Meldungen, wonach er den Deutschen Marco Pezzaiuoli als Teamchef-Anwärter ins Spiel gebracht habe.

"Dass ich ihn vorgeschlagen hätte, ist eine mediale Unterstellung und suspekt. Ich kenne Pezzaiuoli persönlich überhaupt nicht, habe mit ihm auch nie gesprochen", beteuerte Ruttensteiner, der den ehemaligen Trainer der TSG 1899 Hoffenheim nur "so kennt wie tausende andere Coaches in der Welt" auch.

Ruttensteiner kommt nicht in Frage

Ruttensteiner, der von einigen Seiten auch als neuer Nationaltrainer genannt wurde, kommt für den Posten nicht infrage, das hat Windtner am Mittwoch schon dezitiert erklärt. Der Sportdirektor, der bei der Bestellung von Hans Krankl, Josef Hickersberger, Karel Brückner und Constantini nicht mit der Causa beschäftigt war, trauerte ein bisschen dem Abgang des Tirolers nach.

"Ich hätte mir am Anfang nicht gedacht, dass zwei unterschiedliche Typen wie Constantini und ich so gut zusammenarbeiten. Er hat mir viel Vertrauen entgegengebracht und ich habe von ihm viel gelernt", sagte Ruttensteiner, der als Aktiver u.a. für Amateure Steyr und Union Wels gekickt sowie den FC Linz trainiert hatte. Dem Oberösterreicher tat es für Constantini "irrsinnig leid", gegen die Türken nicht gewonnen zu haben.

Kurzeinsatz als Teamchef

Der Sportdirektor, der 2005 in der WM-Aussscheidung gegen England und Nordirland zweimal den interimistischen Teamchef gespielt hat, war am Dienstag als Ersatz für den erkrankten Co-Trainer Manfred Zsak beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Türken (0:0) auf der Ersatzbank gesessen. Ruttensteiner ist in seiner derzeitigen Funktion bis zur U21-Auswahl der Hauptverantwortliche und stand dem Teamchef u.a. als Beobachter kommender Länderspiel-Gegner beratend zur Verfügung.

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