Cristiano Ronaldo traf in der Nachspielzeit - und wie.

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Primera Division
05/05/2014

Ronaldos Zaubertor rettet Real

"Will niemand den Titel gewinnen?", fragte die Zeitung "El Mundo" nach den Ausrutschern der drei Top-Klubs.

Verrücktes Saisonfinale in der spanischen Fußball-Liga: Die drei Spitzenklubs Atletico Madrid, FC Barcelona und Real Madrid, die monatelang die Primera Division klar dominiert hatten, gerieten am Wochenende einer nach dem anderen ins Stolpern und warfen alle Prognosen über den Haufen. "Will niemand den Titel gewinnen?", fragte die Zeitung El Mundo am Montag.

Real Madrid vergab beim 2:2 im heimischen Bernabeu-Stadion gegen Valencia die große Chance, seine Titelchancen drastisch zu verbessern. Die Königlichen wussten vor dem Anpfiff ihrer Partie, dass die Erzrivalen Barcelona (2:2 gegen Getafe) und Atletico (0:2 bei Levante) Punkte abgegeben hatten. Fünf Tage nach dem 4:0-Triumph in der Champions League bei Bayern München schien ein Sieg über die - vom unglücklichen Aus in der Europa League geknickte - Elf von Valencia nur Formsache zu sein.

Aber es kam anders. "Real schoss sich selbst in den Fuß", titelte das Sportblatt As. Dabei wäre es um Haaresbreite für die Madrilenen noch schlimmer gekommen. Sie lagen bis zur 90. Minute 1:2 zurück. Erst in der Nachspielzeit gelang Cristiano Ronaldo per Fersentrick der Ausgleich zum 2:2. "Ohne Ronaldos Treffer wäre der Titel für uns definitiv verloren gewesen", sagte Trainer Carlo Ancelotti. "Die Meisterschaft wird sich erst am letzten Spieltag entscheiden."

Die besten Chancen im "Foto-Finish" der Saison hat weiterhin Atletico Madrid (88 Punkte) - trotz der Schlappe beim Ivanschitz-Verein Levante. Der Tabellenführer kann sich als einziger Club den Titel aus eigener Kraft sichern: Die Rot-Weißen müssen in den ausstehenden Spielen gegen Malaga und beim FC Barcelona vier Punkte holen, dann sind sie Meister. Trainer Diego Simeone brachte deshalb das Kunststück fertig, dem 0:2 eine positive Seite abzugewinnen. "Die Niederlage ist das Beste, was uns passieren kann", meinte der Atletico-Coach. "Nun stehen uns drei Wochen höchster Anspannung bevor", sagte der Argentinier auch mit Blick auf das Champions-League-Finale am 24. Mai.

Ivanschitz-Comeback

ÖFB-Legionär Andreas Ivanschitz feierte bei Levante ein erfolgreiches Comeback nach dreiwöchiger Verletzungspause. "Wir wussten, dass wir Atletico nur im Kollektiv besiegen werden können und jeder Spieler hat ein Riesenspiel gemacht", meinte der nach einer knappen Stunde eingewechselte Burgenländer.

Real Madrid (83 Punkte, ein Spiel weniger) kann nur Meister werden, wenn es seine drei Spiele bei Real Valladolid (Mittwoch) und bei Celta de Vigo sowie gegen Espanyol Barcelona gewinnt und Atletico wenigstens einmal verliert. Auch Barca (85 Punkte) hat nun wieder eine Titelchance. Nach ihrem 2:2 am Samstag gegen Getafe hatten die Katalanen bereits alle Hoffnungen aufgegeben. Sie werden Meister, wenn sie ihre Spiele bei Elche und gegen Atletico gewinnen und Real einmal stolpert.

Besonders pikant wird die Partie von Real Madrid am kommenden Sonntag in Vigo sein. Das dortige Celta-Team wird von Luis Enrique trainiert, der als Kandidat für den Trainerposten bei Barca gehandelt wird. "Für Luis Enrique wird das Spiel zu einem Vorstellungsgespräch", meinte "As". "Wenn er einen Sieg von Real verhindert und für Barca den Weg zum Titel ebnet, wird niemand seine Verpflichtung bei den Katalanen aufhalten."

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