Sport | Fußball 05.12.2011

Rinner: "Muss zu Österreich passen"

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"Keine Handschrift zu haben, ist auch eine Handschrift", meint der Bundesliga-Präsident über debn scheidenden Teamchef.

Karl Kaplan ist Präsident des burgenländischen Fußballverbandes und seit sieben Jahren im ÖFB involviert. "In der Zeit habe ich schon den fünften Teamchef", sagt der 67-Jährige. Er hatte im August gemeinsam mit seinem Tiroler Kollegen Sepp Geisler die Verlängerung des Vertrags mit Didi Constantini gefordert.

Kaplan: "Ich könnte an ihm auch einiges kritisieren." Doch steht für ihn Kontinuität im Vordergrund. "Jedes Spiel ein neuer Trainer. Ist das die Lösung?" Nein, meint er. "Wir sollten nicht immer alles an einer Person festmachen, sondern uns andere Themen vornehmen und Strukturen anschauen."

Kaplan sitzt derzeit zwar nicht im ÖFB-Direktorium (NÖ-Boss Gartner ist dort der Ost-Agent), erwartet aber, dass das Präsidium mit der Teamcheffrage befasst wird. "Aber nicht so wie bei Constantini, dass man angerufen wird und zehn Minuten Zeit zum Überlegen hat."

365-Tage-Job

Bundesliga-Präsident Hans Rinner verteidigte die Entscheidung, den Vertrag mit dem Teamchef nicht zu verlängern. "Keine Handschrift zu haben, ist auch eine Handschrift. Ich habe bei Constantini wenig Konzept gesehen", sagt der Steirer. Rinner fordert wesentlich mehr Professionalität. "Der Teamchef-Posten ist ein Job, der 365 Tage im Jahr gemacht werden muss, nicht nur während der Länderspiele. Als höchster Fußball-Repräsentant des Landes muss er sich beispielsweise auch verstärkt um die Nachwuchsarbeit und das Erscheinungsbild kümmern, das fehlte alles bei Constantini", erklärt Rinner.

Franco Foda würde beispielsweise in dieses Anforderungsprofil ideal passen. "Er macht bei Sturm diesen Job ausgezeichnet."

Erstellt am 05.12.2011