Sport | Fußball 05.12.2011

Ried trifft auf PSV Eindhoven

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Europa League: Salzburg muss nach Zypern, die Austria trifft auf den rumänischen Mainz-Schreck.

Das Wichtigste vorweg: Ried-Kapitän Oliver Glasner ist wach und ansprechbar. "Ihm geht es den Umständen entsprechend gut", sagte der Rieder Physiotherapeut Gebhartl, der bei Glasner die Nacht auf Donnerstag im Spital in Kopenhagen verbracht hat. Die Intensivstation hat der 36-Jährige am Freitag verlassen, seine Frau Bettina reiste zu ihm nach Dänemark.

Glasner hatte noch vor der 2:4-Niederlage bei Bröndby (die nach dem 2:0-Heimsieg zum Aufstieg reichte) über Orientierungsprobleme geklagt. In einer zweistündigen Operation musste ihm ein Blutgerinnsel entfernt werden.

Die Auslosung bescherte Ried den neben Lazio Rom attraktivsten Gegner: Am 18. August tritt man bei PSV Eindhoven an, dem dritten der abgelaufenen Eredivisie. Neben Ajax Amsterdam und Feyenoord zählt PSV zu den erfolgreichsten Klubs der Niederlande. In den letzten Monaten geriet der Verein aber in finanzielle Probleme, das Philips-Stadion und das Trainingsgelände gingen in den Besitz der Stadt über. Für Paul Gludowatz ist PSV dennoch ein Wunschlos: "Ich bin ein Fan des niederländischen Fußballs und habe dort auch viel gelernt."

Der Spion aus Favoriten

Einer der PSV-Stars: Der ehemalige niederländische Teamspieler Orlando Engelaar (li.), ein Ex-Schalker.
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Wie gut, dass Ex-Austrianer Julian Baumgartlinger in Mainz spielt. Weil er gegen den rumänischen Klub Gaz Metan Medias in der Europa-League-Qualifikation ausgeschieden ist.

Und weil es die Austria nun mit eben diesen Rumänen zu tun bekommt und Baumgartlinger als Informant aus erster Hand einiges zu erzählen hat.

"Ich werde Jules und auch Mainz-Trainer Thomas Tuchel kontaktieren", meinte Austria-Coach Karl Daxbacher unmittelbar nach der Auslosung. "Tuchel ist ein guter Typ, der kann uns weiterhelfen." Daxbacher sieht es als Vorteil, dass das erste Spiel in der 50.000-Einwohner-Stadt Medias in Siebenbürgen stattfindet: "Der Heimvorteil im Rückspiel hat sich schon in der letzten Runde gegen Olimpija Ljubljana bezahlt gemacht."

Gaz Metan Medias kennt Daxbacher nicht. "Ich glaube, kein Mensch in Österreich kennt diese Mannschaft." In der Vorbereitung verlor die Austria gegen Rapid Bukarest 1:2. "Das ist schon ein gewisser Maßstab. Außerdem hat Gaz Metan Medias mit dem Aufstieg gegen Mainz eine gute Visitenkarte abgegeben." Daxbacher spricht trotzdem von einem Duell auf Augenhöhe, der Gegner sei in Reichweite, und die Aufgabe lösbar.

Das schnelle Wiedersehen

Einer der PSV-Stars: Der ehemalige niederländische Teamspieler Orlando Engelaar (li.), ein Ex-Schalker.
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Es ist etwas mehr ein Jahr her, da schaltete Salzburg Omonia Nikosia in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation aus. Nun treffen die Klubs wieder aufeinander - dieses Mal im Europa-League-Play-off.

Vor einem Jahr endete das Spiel auf Zypern 1:1, das Rückspiel gewann Salzburg 4:1. Klingt klarer als es war: Besonders in Salzburg hatte man in der Startphase Probleme mit den Omonia-Stürmern Lomana LuaLua und Michalis Konstantinou. Beide haben allerdings Zyperns Vizemeister inzwischen verlassen.

"Ich bin nicht unglücklich mit dieser Auslosung, es hätte schwerer kommen können", meint vielleicht auch deshalb Salzburg-Trainer Ricardo Moniz. Für seine Mannschaft wäre auch der deutsche Bundesligist Hannover 96 ein möglicher Gegner gewesen.

Das erste Spiel findet - wie im letzten Jahr - auswärts statt. Damals legten die Salzburger mit einem Remis den Grundstein zum Aufstieg, obwohl man unter Ex-Trainer Huub Stevens alles andere als auswärtsstark war. Das hat sich mittlerweile geändert: Unter Stevens-Nachfolger Moniz haben die Salzburger alle sieben Auswärtspartien gewonnen.

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Erstellt am 05.12.2011