Sport | Fußball
15.03.2014

Rapids Lieblingsgegner soll’s richten

Gegen Ried haben die Hütteldorfer in 33 Heimspielen nie verloren. Am Samstag geht es um den Europacup.

Wer zu 33 Bundesliga-Spielen aus dem Innviertel nach Wien reist und nach keinem Einzigen davon als Sieger heimkehrt, könnte verzweifeln. Der langjährige Ried-Manager Stefan Reiter wird hingegen zum Philosophen: "Je länger eine Serie dauert, desto näher ist ihr Ende."

Ab 19 Uhr empfängt Rapid zum 34. Mal die Rieder, die seit 1995 (mit einer zweijährigen Unterbrechung) ein dankbares Stammpublikum abgeben. Es geht um die längste aktuelle Serie des österreichischen Profifußballs: 25 Heimsiege, acht Remis, null Niederlagen lautet die eindeutige Bilanz des Duells für Rapid in Wien. Ein Mal jubelten die Gäste doch – allerdings im ÖFB-Cup: 2011, über einen 2:1-Erfolg nach Verlängerung.

Dass die grüne Serie in der Liga auch am Samstag hält, ist für Sportdirektor Andreas Müller im Kampf um die Europa-League-Plätze ein Muss. Der Deutsche schaut grimmig, als würde er die von den Spielern eingeforderte "absolute Konsequenz" vorleben wollen und sagt: "Es ist eine Forderung, dass wir zulegen. Jetzt ist die entscheidende Saisonphase. Es ist unsere Pflicht, dass wir den Funken zum Publikum überspringen lassen."

Mit dem 2:0 der Rieder beim letzten Duell im Innviertel endete damals die Rapid-Serie von elf ungeschlagenen Pflichtspielen. Seither wurde von neun Ligaspielen nur jenes gegen die Austria gewonnen. An die Minusserie aus dem Frühjahr 2013 fühlt sich Terrence Boyd trotzdem nicht erinnert: "Wir müssen nur kühlen Kopf vor dem Tor bewahren. Wenn der Knoten platzt, läuft es wieder."

Müller wartet sehnsüchtig darauf, erstmals über einen Treffer zum 1:0 jubeln zu dürfen. Dafür könnte Deni Alar sorgen: Der 24-Jährige hofft nach dem 1:1 gegen Wacker auf seine erste Partie von Beginn an seit der Achillessehnen-Operation vor zehn Monaten. Nicht dabei sein werden die Verletzten Dibon, Boskovic und Pavelic.