Sport | Fußball
20.06.2015

Salzburg: Der zweite Anlauf für Paulo Miranda

Vor zwei Jahren verhinderte auch eine Verletzung den Transfer des brasilianischen Innenverteidigers.

Es ist nicht der erste Sommer, in dem Red Bull Salzburg neue Kräfte für die Innenverteidigung sucht. Im Jahr 2013 war das ebenfalls so: Damals war die Personalsituation prekär, nachdem sich Isaac Vorsah eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte und sich Rodnei einer Leisten-Operation unterziehen hatte müssen.

Wochenlang war der damalige Sportchef Ralf Rangnick auf der Suche nach einem Innenverteidiger. In Brasilien war er fündig geworden. Doch der Transfer kam nicht zustande, auch weil sich jener Spieler, der ins Anforderungsprofil gepasst hätte, die Hand gebrochen hatte. Sein Name wurde zwar zunächst geheim gehalten, sickerte im Laufe der Zeit aber dann doch durch: Paulo Miranda vom FC São Paulo.

Ersatzlösung

Salzburg holte 2013 schlussendlich keinen neuen Innenverteidiger. André Ramalho, der vom FC Liefering hochgezogen worden war, überzeugte zumindest in der Saison 2013/’14 mit tollen Spielen neben Martin Hinteregger.

Was vor zwei Jahren nicht klappte, könnte aber nun über die Bühne gehen: die Verpflichtung von Miranda. "Seinen Namen kennen wir seit Längerem", gab auch Salzburgs Sportlicher Leiter Christoph Freund erst am Donnerstag zu.

Laut brasilianischen Medien sollen die Details geklärt sein und nur mehr der Medizincheck in Österreich fehlen. Als Ablöse werden 2,5 bis drei Millionen Euro kolportiert. Davon soll aber nur ein Teil an den Tabellenführer der ersten brasilianischen Liga gehen, der Rest an einen Spielervermarkter, der auch die Transferrechte am Ex-Salzburger Alan gehalten hatte, als dieser 2010 verpflichtet wurde.

U-20-Weltmeister

Ein anderer Defensivspieler, der ebenfalls mit Salzburg in Verbindung gebracht wird, ist seit gestern U-20-Weltmeister: Milan Gajic und das serbische Team besiegten in Auckland (Neuseeland) Brasilien 2:1 nach Verlängerung. Zum Matchwinner wurde Serbiens Kapitän: Der 19-jährige Keeper Predrag Rajkovic (Roter Stern Belgrad) brachte den Favoriten mit tollen Paraden zur Verzweiflung. Gajic (OFK Belgrad) spielte als rechter Verteidiger durch.