Sport | Fußball
06.05.2017

RB Leipzig stürmt in die Champions League

Der Red-Bull-Klub ist nach dem 4:1-Sieg in Berlin nicht mehr aus den Top-3 zu verdrängen.

Nach zwölf Jahren Engagement im Fußball wurde der Traum von Dietrich Mateschitz gestern wahr. Erstmals wird in der Saison 2017/’18 ein Red-Bull-Klub in der Gruppenphase Champions League spielen. RB Leipzig feierte bei Hertha BSC Berlin einen 4:1-Erfolg, festigte Platz zwei und ist nicht mehr aus den Top-3 zu verdrängen, die eine direkte Qualifikation für die Champions League bedeuten.

Zwei Runden vor Saisonende holte sich gestern auch Borussia Dortmund im direkten Duell gegen Hoffenheim Platz drei hinter den Bayern und Leipzig zurück. Im Mittelpunkt stand dabei gleich zu Beginn jener Mann, den man sich dort nicht wünscht: Der Schiedsrichter. Der Treffer zum 1:0 in der 4. Minute von Marco Reus entstand aus Abseitsposition.

Sieben Minuten später entschied der Referee auf Elfmeter für Dortmund. Wieder eine Fehlentscheidung, weil das Handspiel des Hoffenheimers nicht strafbar gewesen ist. Dortmunds Aubameyang meinte es gut mit dem Schiedsrichter und setzte den Elfer neben das Tor.

Leichter wurde es für den Unparteiischen damit nicht. In einer hitzigen Partie wurde in der Folge viel diskutiert. Weil der Referee den Hoffenheimern noch einen klaren Elfmeter verwehrte, feierte Dortmund einen 2:1-Erfolg, der einen großen Schritt in Richtung Champions League bedeutet. Sensationsteam Hoffenheim rutschte wieder auf Platz vier ab, durch den man immerhin noch via Qualifikation die Chance auf die Königsklasse hat.

Remis für Leverkusen

Davon ist Leverkusen mit Platz 12 weit entfernt. Teamverteidiger Aleksandar Dragovic durfte wieder spielen, nachdem er vor einer Woche noch auf die Tribüne gesessen war. Das 1:4 bei Schalke dürfte Trainer Tayfun Korkut zum Handeln bewogen haben. Mit Dragovic und Baumgartlinger gab es in Ingolstadt zumindest keine Niederlage. Das 1:1 half aber keinem der beiden Teams. Ingolstadt, das 1:0 geführt hatte, scheint im Kampf um den Klassenerhalt die Zeit davonzulaufen.

Fix abgestiegen ist seit gestern Darmstadt. Bei den Bayern, die eine Woche nach dem Fixieren des Meistertitels nur das Nötigste taten, gab es eine 0:1-Niederlage. David Alaba spielte in der Innenverteidigung durch.

Nicht viel zu lachen hat im Frühjahr Frankfurt trotz des Einzugs ins Pokal-Finale. In der Jahrestabelle 2017 liegt die Mannschaft von Trainer Niko Kovac auf dem letzten Platz. Gestern setzte es gegen Wolfsburg ein 0:2, es war die zehnte Niederlage im Bundesliga-Frühjahr.

Weiter bangen muss Augsburg. Gestern hatte man mit Martin Hinteregger die große Chance auf den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt. In Mönchengladbach kassierte man in der Nachspielzeit das Tor zum 1:1-Remis. Damit hat Augsburg vor den Sonntagspielen nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.