Rapid sucht in Salzburg die Wende

Unter Zugzwang: Rapid-Trainer Schöttel fordert in Salzburg Stabilität, muss aber fünf Spieler vorgeben.
Foto: apa

Coach Schöttel fordert am Sonntag eine stabile Mannschaftsleistung und hat Austria Lustenaus Sascha Boller an der Angel.

Peter Schöttel ist ein ausgeglichener Mensch. "Ich werde nach diesen Niederlagen nicht depressiv, werde aber auch nie glauben, dass wir wegen ein paar Siegen die Größten sind. Ich darf als Trainer diese Extreme der Fans nicht mitmachen", erklärt der 44-Jährige nach seiner bisher härtesten Woche als Rapid-Chefcoach. Am Ende der Analyse der Derby-Pleite stand die Einsicht, dass "es so ausgesehen hat, als würde der eine auf dem Feld vom anderen nichts wissen."

Zumindest muss Schöttel erstmals keinen Spieler auf die Tribüne schicken: Patocka (Angina) ist der Ausfall Nr. 5. Katzer fährt als 18. Kaderspieler zwar mit, droht nach einem Sonnenstich aber ebenfalls auszufallen.

Und gegen dieses angeschlagene Team brennt Ex-Rapidler Stefan Maierhofer auf sein Debüt. "Das hätte aus Salzburger Sicht schon seinen Reiz", sagt Schöttel, er rechnet von Beginn an jedoch eher mit Alan im Sturm.

Neben Heikkinen, der Kulovits ersetzt, ist der kopfballstärkste Verteidiger Pichler deshalb erneut im defensiven Mittelfeld angedacht - was angesichts des spielerischen Debakels gegen die Austria verwundert.

Maierhofer wartet

Für mehr Kreativität könnte ein neuer Legionär sorgen. In Vorarlberg wird Spielmacher Sascha Boller von Austria Lustenau als künftiger Rapidler kolportiert. Der 27-jährige Deutsche gilt als ausgezeichneter Techniker, wartet aber immer noch auf den Durchbruch in einer obersten Spielklasse. Saurer soll dagegen abgegeben werden.

Am Freitag appellierte Klubservice-Leiter Andy Marek auf der Rapid-Homepage noch einmal an die organisierten Fans, den Boykott aufzugeben: "Es ist an der Zeit, die Mannschaft wieder zu unterstützen."

Bisher hat Rapid nur 900 Karten für den Gästesektor abgesetzt. Ein Treffer könnte als der 100. in Salzburg bejubelt werden.

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(kurier) Erstellt am
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