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Sport Fußball
12/05/2011

Rapid holt 0:3 auf - und verliert

Wunder Admira: Nach der Austria, Sturm und Salzburg wurde Rapid in einem dramatischen Match mit 4:3 besiegt.

von Philipp Albrechtsberger

Leidenschaft schafft Unterhaltung. Wenn zwei Fußball-Teams Emotion in ein Spiel miteinbringen, ist Dramatik garantiert. Tatort: Südstadt. Die Darsteller: Sensations-Aufsteiger Admira und Rekordmeister Rapid. Die Handlung: Zwei Elfmeter, sieben Tore und ein feiernder Aufsteiger, der nach Siegen über Salzburg, Sturm und Austria nun auch die Hütteldorfer auf ihrer Rechnung hat.

Endstand 4:3 für die Niederösterreicher, die nun seit neun Runden ungeschlagen sind und zum ersten Mal seit September 1993 den ersten Platz in der Bundesliga bekleiden. Ausfälle gab es auf beiden Seiten: Bei der Admira ersetzte Mevoungou Schwab, bei Rapid Kulovits den erkrankten Heikkinen. Der Ersatz hatte eine zentrale Aufgabe. Im Verbund mit Schimpelsberger und Trimmel sollte er sich um den flinken Admira-Routinier Jezek kümmern. Wie gefährlich der Tscheche sein kann, hat er in Österreich hinlänglich bewiesen. Jezek absolvierte am Samstag sein 308. Bundesliga-Spiel. Rekord. Die alte Bestmarke hielt der Pole Brzeczek mit 307 Einsätzen.

Anlauf

Es dauerte einige Minuten, bis beide Mannschaften auf Betriebstemperatur kamen. Nach der ersten flotten Kombination der Niederösterreicher war nur der Abschluss von Schicker mangelhaft (15.). Schicker, der Ersatz für den angeschlagenen Seebacher, sollte noch zur auffälligen Kraft werden.

Als die Dynamik im Spiel zu verschwinden begann, zündete die Admira binnen Sekunden den Turbo. Schachner - Schicker - Ouedraogo. Für siebzig Meter benötigten die Niederösterreicher nach einem Rapid-Angriff drei Ballberührungen und kaum mehr Sekunden. Dem mustergültigen Konter folgte der mustergültige Abschluss Ouedraogos - 1:0 (36.).

Toller Lauf

Mit der Schnelligkeit der Offensive sollte die behäbige Verteidigung der Wiener noch ihre liebe Mühe haben. Hosiner enteilte Soma trotz längerer Wegstrecke, die Flanke bringt Ouedraogo per Kopf an die Oberseite der Latte. Somas Leiden sollten bald ein Ende haben. Der Norweger musste sich den flinken Admira-Beinen nicht mehr stellen, für ihn kam Pichler ins Spiel. Stabilität sollten die Rochaden dem Spiel von Rapid keine bringen. 13 Minuten nach der Pause stand es nach Toren von Jezek und Ouedraogo 3:0 - beide Male hatte Schicker assistiert.

Die Niederlage der Gäste schien besiegelt, ehe der ungedeckte Patocka per Kopf den gequälten Rapid-Fans noch einmal Mut machte - 1:3 (59.). Da Rapid spielerisch wenig einbringen konnte, griff man auf Einsatzwillen und Standards zurück. Mit Erfolg. Nach einem verwandelten Foulelfmeter von Hofmann (68.) war die Partie wieder offen. Eine rapide Konstante krönte kurzfristig die Aufholjagd. Salihi, kurz zuvor ins Spiel gekommen, stellte per Kopf auf 3:3, ehe Jezek einen (umstrittenen) Handelfmeter zum Sieg der Admira fixierte.

Admira hat die nächste Hürde gemeistert.

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