Einzelfall: Bei Rapid läuft nur der Vertrag von Lukas Grozurek (re.) 2015 aus. Der Flügelspieler könnte noch früher abgegeben werden.

© APA/EPA/HERBERT PFARRHOFER

Rapid-Pläne
08/28/2014

Rapid hat keine Angst vor 2015

Im 25-Mann-Kader läuft nur der Vertrag von Grozurek mit Saisonende aus.

von Alexander Huber

Wenn die Sommertransferzeit endet, fällt der Blick auf die Spieler mit auslaufenden Verträgen. Wer wird am Ende der Saison ablösefrei sein? Eine Hand reichte oftmals nicht aus, um die betroffenen Spieler bei Rapid zu zählen. Bis zu zehn Profis kamen pro Jahr in den vergangenen Saisonen in den Genuss dieser angenehmen Situation, die die ohnehin gestiegene Macht der Kicker noch weiter steigert.

"Wir haben etwa Terrence Boyd für Rapid-Verhältnisse ein außergewöhnlich gutes Angebot für eine vorzeitige Vertragsverlängerung gemacht. Das war für ihn überhaupt kein Thema, weil er damit rechnete, ein Jahr vor Vertragsende verkauft zu werden – oder eben dann 2015 ablösefrei wechselt", erzählt Rapid-Präsident Michael Krammer. Diese Ein-Jahr-noch-Situation kann sogar Großklubs wie die Bayern unter Zugzwang setzen: Weltmeister Toni Kroos hatte eine Vertragsverlängerung in München ausgeschlossen, sofern er nicht an die Spitze der Gehaltspyramide aufsteigt. Um 2015 nicht durch die Finger zu schauen, wurde Kroos in diesem Sommer an Real Madrid verkauft.

Früher reagiert

Die Lehre von Rapid: Eine Strategieänderung bei den Vertragsabschlüssen. Die Neuzugänge bekamen längere Kontrakte als früher – und zwar durchwegs Drei- bis Vierjahresverträge. Die Stammkräfte (wie etwa Thomas Schrammel) wurden besonders früh zu Vertragsgesprächen eingeladen.

"Es war der klare Plan von Sportdirektor Andreas Müller, einen Kader zu basteln, der künftig nur noch an einzelnen Stellen zu verändern ist und der auch besser geschützt vor Abwerbeversuchen ist", erklärt Krammer.

Das Ergebnis: Nur noch ein einziger Spieler des 25-Mann-Kaders hat einen 2015 auslaufenden Vertrag – Lukas Grozurek. Der linke Flügel könnte nach enttäuschenden Auftritten sogar noch bis zum Ende der Transferzeit am 1. September abgegeben werden. Zu den Interessenten zählt die Admira.

Auch bei Philipp Prosenik endet der Vertrag in einem Jahr, allerdings ließ Ex-Sportdirektor Helmut Schulte noch eine Option auf eine Verlängerung einbauen.

Damit bleibt – neben Edelreservist Grozurek – nur ein einziger Spieler, bei dem den Hütteldorfern die Zuschauerrolle auf dem Transfermarkt droht: Louis Schaub hat zwar bis 2017 verlängert, aber auf eine Ausstiegsklausel bestanden.

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